Wagenhofer ist auf Einladung des „Festivals delle Resistenze“ in Bozen, wo er an einer Podiumsdiskussion zum Thema „kreative Bildung“, über den Wert der Bildung und des derzeitigen Bildungssystems, teilnimmt.Passend zum Thema zeigt der Filmclub im Anschluss an die Diskussion um 18 Uhr den Film "Alphabet".In "Alphabet" stellt Erwin Wagenhofer nicht die aktuelle Bildungsdiskussion in den Mittelpunkt, sondern die Denkstrukturen, die hinter unserem Bildungssystem stecken.Das "was" wir lernen, sagt Wagenhofer, beeinflusst unser geistiges Erbe, aber das "wie" wir lernen, beeinflusst unser Denken.Unser gegenwärtiges Bildungssystem vermittelt Denkmuster aus der Frühzeit der Industrialisierung, als es darum ging, die Menschen zu Rädchen einer arbeitsteiligen Produktionsgesellschaft auszubilden.Trotz veränderter Lehrinhalte und -methoden wird der Unterricht von der Fixierung auf normierte Standards beherrscht, wobei das Leistungsprinzip im Vordergrund steht.Dadurch verkümmert die spielerische Kreativität, die – ohne Angst vor dem Scheitern – bei der Suche nach neuen Lösungen helfen kann. "Alphabet" ist der letzte und wohl radikalste Teil von Wagenhofers Trilogie nach "We feed the world", "Let's make money".