Der deutsch-argentinischen Regisseurin Jeanine Meerapfel (*1943) wird eine Hommage gewidmet. Dabei wird unter anderem ihr bekanntester Film La Amiga (Argentinien, 1988) gezeigt werden, für den Liv Ullman in San Sebastian mit dem Preis für die beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Meerapfel, die selbst am Festival teilnehmen wird, erhält den diesjährigen Ehrenpreis des Festivals.Einen besonderen Höhepunkt des Festivals liefert dieses Jahr Giovanna Taviani. Ihr Film Fughe e approdi (2010) erzählt die Geschichte der Bewohner der sieben äolischen Inseln von Italien mittels ihrer vielfältigen Filmgeschichte. Im Festivalprogramm werden die thematisierten Filme, unter anderem Stromboli (1949) von Roberto Rosselini zu sehen sein. Die Schauspielerin und Dokumentaristin, die als Stargast der Vorführung selbst beiwohnen wird, ist die Tochter von Vittorio Taviani, dem Gewinner des Goldenen Bären 2012.Ein Schwerpunkt des Festivalprogramms widmet sich Algerien: Vor genau 50 Jahren hat sich das nordafrikanische Land in einem blutigen Krieg die Unabhängigkeit von Frankreich erkämpft. Zu diesem Anlass werden mehrere Filme gezeigt, darunter La Battaglia di Algeri (I, Algerien 1966) des italienischen Meisterregisseurs Gillo Pontecorvo, der die Monate der Schlacht um Algerien thematisiert und in einer rekonstruierten Fassung gezeigt wird.Schon traditionell gibt es beim IFFI einen weiteren Schwerpunkt, bei dem unter dem Titel Balkan-Window: On the RoadFilme aus der Balkanregion gezeigt werden.Zur Weiterentwicklung und Förderung der seit 1980 herrschenden Städtepartnerschaft werden dabei unter anderem Filme aus dem Programm des Sarajevo Filmfestivals gezeigt. Ines Tanovic', eine junge Filmemacherin aus Sarajewo, wird so ihren Film A day on the drina (Bosnien, 2010) im Kino präsentieren und mit Schülern der HTL für Bau und Kunst einen Filmworkshop veranstalten.Im Shorts-Schwerpunkt bringt das IFFI auch wieder Kurzfilme aus allen Himmelsrichtungen nach Innsbruck. Neben einer internationalen Auswahl werden dabei auch Filme aus näheren Gefilden gezeigt: Cinema Next, eine junge Initiative aus Wien, und die renommierten Kurzfilmtage Oberhausen (D) bringen Kurzfilmprogramme nach Innsbruck. Ihre mitgereisten Vertreter werden außerdem am 6. Juni in der WKO mit anderen Filme- und Kinomachern über die Verwertbarkeit von Kurzfilmen im Kino diskutieren.Insgesamt wird es im Programm des diesjährigen Festivals sieben Sektionen geben, bei denen mehr als 60 Filme gezeigt werden.Das Internationale Filmfestival Innsbruck findet seit 21 Jahren jährlich statt. Der Fokus bei der Auswahl liegt auf Filmen aus Lateinamerika, Afrika, Zentralasien und Osteuropa. Das IFFI gehört heute mit Viennale und Diagonale zu den wichtigsten österreichischen Filmereignissen und ist das internationale Filmevent in Westösterreich.Zeit: 5. bis 10. JuniOrt: Leokino / Cinematograph