+Von Marian Wilhelm<BR /><BR /><BR /> Der Film spielt im Jahr 1999 und erzählt die Geschichte zweier Buben auf einer Alm und einem Tabu. Das Drehbuch ist inspiriert von Wetschers eigener Kindheit und der Geschichte seines Vaters. Wie schon in seinen Kurzfilmen gehe es auch diesmal um das Thema Verlust, sagt Wetscher, der auch als Fotograf tätig ist. <BR /><BR />Gezeigt wird der Film in der zweitwichtigsten Festivalschiene Orizzonti, wo vor einigen Jahren etwa auch <b>Tizza Covi</b> vertreten war. Regisseur Manuel Wetscher, Ko-Autor <b>Bernhard Jarosch</b>, die Hauptdarstellenden <b>Moritz Hohlrieder</b> und <b>Finley Brown</b> und die Produzenten <b>Bernhard Holzhammer</b> und <b>Victor Kössl</b> sowie <b>Wilfried Gufler</b> und <b>Debora Nischler (</b>Koproduktion) werden am Lido bei der Weltpremiere anwesend sein. <BR /><BR />Mit im Team sind unter anderem auch Südtiroler Darstellende wie <b>Hannes Perkmann, Sebstian von Malfèr, Josef Holzknecht</b> und <b>Barbara Romaner</b>, sowie Nordtiroler Interpretinnen wie <b>Lisa Schützenberger, Lenz Moretti, Lisa-Lena Tritscher, Michael Pascher</b> und <b>Hans Danner,</b> sowie die Bozner Kostümbildnerin <b>Cinzia Cioffi</b> und Kamerafrau Simone Hart. <BR /><h3> Wettbewerb um die Goldenen Löwen</h3><BR />Im Hauptwettbewerb des Festival rittern insgesamt 20 Filme um den Goldenen Löwen. Die Jury des Wettbewerbs wird von der US-amerikanischen Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Maggie Gyllenhaal geleitet. Sie hatte 2021 in Venedig den Preis für das beste Drehbuch für <Kursiv>„Die verlorene Tochter“</Kursiv> erhalten. Der US-Schauspieler, Regisseur und Produzent George Clooney erhält den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Neben Clooney wird auch die Schauspielerin Ellen Burstyn, bekannt aus „Der Exorzist“, mit einem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.<BR /><BR />Eröffnungsfilm ist das Biopic „Ink“ von Danny Boyle. Darin übernimmt Guy Pearce die Rolle des Medienunternehmers Rupert Murdoch und erzählt die Geschichte der Entstehung der britischen Boulevardzeitung „The Sun“. Auch der deutsche Regisseur Werner Herzog kehrt nach Venedig zurück: Sein Film „Bucking Fastard“ mit Kate Mara, Rooney Mara und Orlando Bloom widmet sich dem wahren Fall der Zwillingsschwestern Greta und Freda Chaplin.<BR /><h3> Auseinandersetzung mit Bertolucci</h3><BR />Auch Italien ist beim Filmfestival von Venedig stark vertreten. Für Nanni Moretti ist die Rückkehr nach Venedig ein besonderes Ereignis: Der römische Regisseur präsentiert „Succederà questa notte“ mit Louis Garrel und Jasmine Trinca. Ebenfalls im Wettbewerb läuft „The Echo Chamber“ von Andrea Pallaoro mit Luca Marinelli, Alicia Vikander und Susan Sarandon. Der Film basiert auf dem letzten Drehbuch von Bernardo Bertolucci, das der legendäre Regisseur selbst nicht mehr verwirklichen konnte. Mit dem umstrittenen Regisseur von „Ultimo Tango a Parigi“ setzt sich auch „Joie de vivre“ von Luca Guadagnino auseinander, ein sieben Stunden langer Dokumentarfilm. Guadagnino analysiert darin ausführlich das Werk des 2018 verstorbenen Regisseurs und setzt sich mit dessen Bedeutung für die Geschichte des Kinos auseinander.<BR /><h3> Stars am Lido</h3><BR />Mehrere Stars werden am Lido erwartet. Casey Affleck stellt seinen Film „Company“ mit Nick Nolte in der Hauptrolle vor. Im Rennen in der Hauptschiene ist auch „Bunker“ von Florian Zeller mit dem Ehepaar Penelope Cruz und Javier Bardem und „Primetime“ von Lance Oppenheim mit Robert Pattinson. Zu den Highlights zählt auch „15/18 (A Place to Heal)“ von Cédric Kahn sowie „Wild Horse Nine“ von Martin McDonagh mit John Malkovich und Sam Rockwell. Zu den besonders erwarteten Gästen am Lido zählt außerdem die Britpopband Oasis. Ihr ist der Dokumentarfilm „Oasis – Don't Look Back in Anger“ von Dylan Southern und Will Lovelace über die Wiedervereinigung gewidmet.<BR /><BR />Nach Ansicht von Festivaldirektor Alberto Barberaspiegeln die Filme die großen Themen der Gegenwart wider: Kriege, Klimawandel, Migration, familiäre Konflikte, soziale Spannungen sowie Hoffnungen und Ängste junger Menschen. Das Kino beschränke sich dabei nicht auf reine Berichterstattung, sondern verwandle aktuelle Probleme in komplexe Geschichten und künstlerische Erzählungen. „Ich glaube nicht, dass es eine andere Kunstform gibt, die gleichzeitig eine so starke ästhetische, kulturelle und gesellschaftliche Wirkung entfalten kann“, sagte Langzeitfestivaldirektor Barbera.<BR /><BR /><b>Termin:</b><BR />Die 83. Filmfestspiele von Venedig finden heuer von 2. bis zum 12. September statt. <BR /><BR /><h3> Filme im Wettbewerb</h3><BR />Ink, D. Boyle (Eröffnungsfilm) <BR />Wild Horse Nine, Martin McDonagh <BR />Primetime, L. Oppenheim <BR />Company, C. Affleck <BR />A Bit of Light, Ali Asgari <BR />Bucking Fastard, W. Herzog <BR />Look Back, H. Kore-eda<BR />Possible Love, L. Chang-dong <BR />Ritorno a Buenos Aires, M. Bechis <BR />Un Bon Petit Soldat, S. Brizé <BR />Il Fuoco Che Ti Porti Dentro, E. De Angelis <BR />Woman Unknown, M. el-Toukhy <BR />Mr. Nelson, Did You Kill People?,S. Tsukamoto <BR />The Echo Chamber, A. Pallaoro <BR />Bunker, F. Zeller<BR />Un Peu Avant Minuit, N. Pariser <BR />L'Estranea,P. Strippoli <BR />A Place to Heal, C. Kahn <BR />Succederà Questa Notte, N. Moretti <BR />DAU, I. Khrzhanovskiy