Freitag, 16. September 2016

Filmpräsentation „Begreifen“: Das Schaffen eines Bildhauers

Seit über 70 Jahren widmet der Bildhauer Franz Pöhacker sein Leben der Kunst. Sein Sohn Daniel Pöhacker hat ihn über viele Jahre im Atelier, bei Ausstellungen sowie auf Reisen mit der Kamera begleitet – nun wird der Film vorgestellt.

Franz Pöhacker studierte in den 50er Jahren bei Fritz Wotruba – einem der bedeutendsten österreichischen Bildhauer. - Foto: Daniel Pöhacker
Franz Pöhacker studierte in den 50er Jahren bei Fritz Wotruba – einem der bedeutendsten österreichischen Bildhauer. - Foto: Daniel Pöhacker

Der Film „Begreifen“ fokussiert auf das scheinbar Nebensächliche und doch Zentrale am künstlerischen Schaffen: die Wahrnehmung, das Warten und das Nachdenken. Die Filmpräsentation findet am 24. September um 14 Uhr im Steinmetzbetrieb „südtirol.stein GmbH“ in Terlan statt. Der Regisseur Daniel Pöhacker wird anwesend sein.

Aufzeigen der Kunst

Der Film sucht nach einer neuen Form und nimmt sich künstlerische Freiheit. Es werden Bilder, Töne und Gespräche verwebt. In manchen Passagen scheint fast nichts zu geschehen. Es gibt Toncollagen ohne Bild – und Bildsequenzen ohne Ton.

„Wenn etwas ‚Form’ hat, trägt es etwas von Dauerhaftigkeit und Hoffnung in sich […] Die Form hat etwas Positives an sich, weil sie von der schöpferischen Kraft des Menschen zeugt. Die Form ist der Feind der Zerstörung.“, erklärt Franz Pöhacker.

Der Film versteht sich weniger als Portraitfilm: Der Chronologie mit bedeutenden biografischen Eckdaten wird kaum Beachtung geschenkt. Dafür sind die Zuschauer aber mit dabei, wie und wo Kunst tatsächlich entsteht.

stol/kt

stol