Dienstag, 03. März 2015

„Finding Vivian Maier“ – Eine Doku

Die Doku berührt das Mysterium einer Frau, die ihr Leben für die Photographie lebte und dies bis zu ihrem Tod mit niemandem teilte. Heute gilt Vivian Maier als eine der wichtigsten Street Photographer des 20. Jahrhunderts.

Vivian Maier zog 1951 im Alter von 25 Jahren von Frankreich nach New York. Von da an arbeitete die junge Frau über 40 Jahre – zwischenzeitlich auch in Chicago – als Tagesmutter. Doch neben dieser Tätigkeit pflegte die Frau eine große Leidenschaft: Sie war begeisterte Amateur-Straßenfotografin. Vivian Maier, die als exzentrische Frau galt, ging nie ohne ihre Kamera vor die Tür und unternahm auch mit den Kindern, die in ihrer Obhut waren, Streifzüge quer durch die Stadt, ohne dabei vor den weniger privilegierten Vierteln zurückzuschrecken.

Das ungewöhnliche an Maier ist, dass sie ihr Hobby nie mit jemandem teilte. Erst Jahrzehnte später entdeckte Regisseur John Maloof bei einer Auktion einen wahren Schatz an Fotographien, die die Menschen New Yorks und Chicagos in ihrem großstädtischen Alltag zeigen – den niemand zuvor je gesehen hatte. Gemeinsam mit Charlie Siskel begab sich Maloof auf eine Spurensuche, um das Mysterium Vivian Maier zu entschlüsseln.

Female Views im Filmclub Bozen zeigt in Zusammenarbeit mit der Galerie foto-forum Bozen

FINDING VIVIAN MAIER

(Dokumentarfilm von John Maloof und Charlie Siskel,

USA 2013, Englisch mit ital. Untertiteln, 84 min.)

Mittwoch, 4. März, 20 Uhr, Filmclub Bozen

Einführung: Katharina Kolakowski (Galleria foto-forum)

 

 

stol