Was passiert, wenn 7 Halbwüchsige in einen sinnlosen Krieg ziehen und zu spät die Täuschung erkennen, der sie erlegen sind...<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="646853_image" /></div> <b>Premiere</b>: 22. Oktober 1959 in den Alster-Lichtspielen in Mannheim<BR /><BR /><BR /><b>Bernhard Wicki</b> (1919-2000) Fotograph, Schauspieler und Regisseur<BR /><b>Andere Filme:</b> „Das falsche Gewicht“ (1971), „Das Spinnennetz“ (1989)<BR /><BR /><BR /><b>Genre</b><BR /><BR />Antikriegsfilm<BR />Nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Gregor Dorfmeister (veröffentlicht unter dem Pseudonym Manfred Gregor)<BR /><BR /><BR /><b>Was passiert</b><BR /><BR />Sieben noch minderjährige Jugendliche erhalten in den letzten Kriegstagen 1945 den Befehl, ein Brücke bei einer Kleinstadt im Bayerischen Wald vor den anrückenden Amerikanern zu verteidigen. Mit patriotischem Enthusiasmus und Begeisterung glauben sie, ihren Auftrag erfüllen zu müssen. Erst nachdem einer nach dem anderen bei der Verteidigung der Brücke sein Leben lassen muss, wird die Sinnlosigkeit des Befehls offenkundig.<BR /><BR /><BR /><b>Filmkritik</b><BR /><BR />„Tatsächlich beweist Wicki mit seiner ersten Spielfilm-Regie, dass er ein Bild bedeutsam machen kann. Eine Stunde und 40 Minuten lang lässt er die Kamera das Geschehen derart anvisieren, dass die Bilder nicht nur bloße Effekte vermitteln, sondern über das vordergründig Sichtbare hinaus dem Zuschauer das Sinnfällige der Handlung suggeriere. Und 'Die Brücke' macht deutlich, dass Wicki ein Gefühl dafür hat, wie lange eine Szene dauern darf und dauern muss.“ <BR />(Der Spiegel, 3.11.1959)<BR /><BR /><BR /><b>Rezeptionsgeschichte</b><BR /><BR />Der Film wurde Ende der 1950er Jahre auch vom jugendlichen Publikum positiv aufgenommen, oft allerdings wurde die Antikriegstendenz nicht erkannt, der kämpferische Einsatz der Jungen blieb ein Faszinosum. (Nach arte Filmklassiker)<BR /><BR /><BR /><b>Expertenmeinung</b><BR /><BR />„Drastische Gewaltszenen demontieren bis ins Letzte die Vorstellung vom heroischen Soldatentod.“ <BR />(Enno Patalas) <BR /><BR /><BR /><b>Award</b><BR /><BR />Oscarnominierung, Deutscher Filmpreis<BR /><BR /><BR /><b>Fazit</b><BR />„Die Brücke“ zeigt auf erschreckend realistische Weise die ganze Sinnlosigkeit des Krieges. Es gibt keine Helden oder Gewinner, nur Verlierer.<BR />Abseits des Kriegsschreckens vermag es Regisseur Wicki plausibel zu beleuchten, wie sich die Menschen damals von der menschenverachtenden Ideologie der Nazis beeinflussen ließen. Filme wie „Die Brücke“ sind ein kleiner Beitrag dazu, derlei erneut aufkeimenden Gedanken entgegen zu wirken.<BR /><BR /><BR /><b>Literaturempfehlung</b><BR />Manfred Gregor: Die Brücke. Roman. DVA, München 2005 <BR /><BR /><BR />Der Filmklassiker <a href="https://www.youtube.com/watch?v=i8J7QYHR_Qw" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">„Die Brücke“</a> ist zu finden bei Youtube.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR />