Buñuel lieferte einen geradlinigen, handwerklich anspruchsvollen Abenteuerfilm, der ohne Pathos und weltanschauliche Phrasen auskommt. Nur in Crusoes Fieberträumen folgt Buñuel seinem surrealistischen Erbe.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="771935_image" /></div> <h3> Regie: Luis Buñuel (1900-1983)</h3>Andere Filme: <BR />„Das goldene Zeitalter“ (1930)<BR />„Los Olvidados“ (1950)<BR />„Viridiana“ (1961)<BR />„Belle de Jour“ (1967 mit Catharine Deneuve)<BR />„Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ (1977 Oscar, mit Monica Vitti) „Dieses obscure Objekt der Begierde“ (1977 mit Angela Molina)<BR />„Die Welt wird immer absurder. Nur ich bin weiter Katholik und Atheist. Gott sei Dank!“<BR /><h3> Genre: Abenteuerfilm</h3><h3> Was passiert</h3>Robinson begibt sich auf Seefahrt nach Afrika, um dabei Geschäftliches mit Abenteuern zu verbinden. Jedoch erleidet er Schiffbruch und findet sich als einziger Überlebender auf einer einsamen Insel wieder. Mit einigen wenigen Gegenständen richtet er sich ein anfangs beschwerliches Leben ein. Die Einsamkeit quält ihn, und auch das Auffinden fremder Fußspuren im nassen Sand stimmen ihn nicht glücklich – im Gegenteil: Kannibalen besuchen seine Insel. Eines ihrer Opfer wird von Robinson gerettet. Er nennt ihn Freitag.<BR /><h3> Filmkritik</h3>„Die Abenteuer des englischen Schiffbrüchigen auf einer einsamen Insel nach dem populären Roman von Daniel Defoe – inszeniert von Luis Buñuel während seiner produktiven mexikanischen Schaffensphase. Buñuel lieferte einen geradlinigen, handwerklich anspruchsvollen Abenteuerfilm, der ohne Pathos und weltanschauliche Phrasen auskommt. Nur in Crusoes Fieberträumen folgt Buñuel seinem surrealistischen Erbe. Ansonsten gilt sein besonderes Augenmerk der Frage, inwieweit die sogenannte Zivilisation dem Menschen nützlich, zuträglich oder entbehrlich ist: ein Motiv, das sich als roter Faden durchs Gesamtwerk des Regisseurs zieht.“ <BR />(Filmdienst)<BR /><h3> Expertenmeinung</h3>„An Daniel Defoes Roman, den er einigermaßen getreu verfilmte, mag Buñuel, wie einige seiner Interpreten angemerkt haben, das Motiv einer von der zeitgenössischen Zivilisation noch nicht erreichten Welt gereizt haben, ein Motiv, das in einigen seiner Filme variiert wird.“ <BR />(Klaus Eder, Reihe Film Hanser 6)<BR /><h3> Hintergrund</h3>„Robinson Crusoe“ ist ein Roman von Daniel Defoe, in dem die Geschichte eines Seemannes erzählt wird, der als Schiffbrüchiger rund 28 Jahre auf einer Insel verbringt. Das Buch erschien 1719. Das literarische Motiv des Eingeschlossenseins auf einer Insel wird nach ihm auch als Robinsonade bezeichnet.<BR /><h3> Fazit</h3>Buñuels Filmschaffen ist vielfältig, um ihn treffsicher einschätzen zu können, sind auch Filme wie der über Robinson ein muss. Buñuel war nicht nur Experimentalist und Nonkonformist, er konnte auch spannend erzählen. Er hat ein Stück Weltliteratur weltmeisterlich ins Kino gebracht. (gro)<BR /><BR /><BR /><b>Buchtipp:</b> Luis Buñuel , Mein letzter Seufzer, Autobiografie<BR /><BR /><BR />Der Filmklassiker <a href="https://www.youtube.com/watch?v=m0U3m4Uj5EM" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">„Robinson Crusoe“ </a> ist zu finden auf Youtube.<BR /><BR /><BR /><BR />