Mit „Yuppi Du“ war Celentano erstmals als alleiniger Regisseur in Erscheinung getreten. Der Film, der in Venedig spielt, hatte beim Publikum großen Erfolg und wurde auch beim Filmfestival in Cannes präsentiert.<BR /><BR />„Yuppi Du“<BR />Regie: Adriano Celentano<BR />Italien 1976<BR />Premiere: <BR />Filmfestspiele Cannes <BR /><BR /><b>Adriano Celentano</b><BR />Geboren 6. Januar 1938 in Mailand<BR />Wichtige Filme als Schauspieler: <BR />„Das süße Leben“ (La dolce vita) von Federico Fellini 1960, „Serafino, der Schürzenjäger“ (Serafino) von Pietro Germi 1968, „Bluff“ (Bluff storia di truffe e di imbroglioni) Gangsterpersiflage von Sergio Corbucci 1976,<BR />„Gib dem Affen Zucker“ (Innamorato pazzo) Filmkomödie von Castellano Pipolo 1981 mit Ornella Muti <BR /><BR /><BR /><b>Besetzung</b><BR />Claudia Mori als Adelaide, Charlotte Rampling als Silvia, Gino Santercole als Napoleone, Adriano Celentano als Felice Della Pietà, Rosita Celentano als Monica<BR /><BR /><b>Charlotte Rampling</b><BR />Wichtige Filme: „Die Verdammten“ von Luchino Visconti 1969, „Der Nachtportier“ von Liliana Cavanis 1974, „Orca-Der Killerwal“ von Michael Anderson 1977,<BR /> „Stardust Memories“ von Woody Allen 1980, „Radezkymarsch“ von axel Corti 1994, „Unter dem Sand“ von François Ozon 2000<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="657749_image" /></div> Helmut Groschup<h3> Was passiert</h3>Felice Pietà ist ein bescheidener Mann, der mit seiner zweiten Frau Adelaide zusammenlebt. Gemeinsam erziehen sie Monica aus seiner ersten Ehe mit Silvia, die vor langer Zeit Selbstmord begangen hat.<BR />Felice hat das Verschwinden von Silvia nie wirklich akzeptiert und kehrt ein letztes Mal an den Ort zurück, an dem sich seine Exfrau das Leben genommen hatte. Silvia taucht jedoch wieder auf und enthüllt, dass sie aus Armut gegangen ist und das einfache Leben satt hat, das sie mit Felice in Venedig führte. Felice verlässt Adelaide, um mit Silvia ein neues Leben zu beginnen.<BR />Als Silvia beschließt, nach London zu gehen, um die Dinge mit ihrem Mann zu klären, schlägt Felice vor, seine Tochter mitzubringen. Silvia trennt sich daher, kehrt aber nicht zurück. Erst nach wenigen Monaten erfährt Felice, wo Silvia zusammen mit Monica wohnt. Felice schlägt den Verkauf von Monica nach Gewicht vor. Silvias Ehemann versucht, zu feilschen und zahlt schließlich 45 Millionen für das Kind. Auf der Rückfahrt mit dem Zug nach Venedig trifft Felice auf eine Frau, die ihn an Silvia erinnert. <h3> Expertenmeinung</h3>„Als wahrer Popheld ist es dem Neo-Regisseur gelungen, die sprichwörtliche Kommunikation seiner alten Dialoge mit der Masse auf Bilder zu übertragen. „Yuppi Du’ ist ein aggressiver, farbenfroher, sehr lebendiger Film, der auf einen Wirbelwind ausdrucksstarker Erfindungen setzt: Gewisse Einblicke in das venezianische Leben sind eines Minnelli-Musicals würdig; und die Vision eines Mailands in Grau, das von smogbedeckten Menschenmassen durchzogen ist, verweist auf die protoökologische Ader von Der Junge aus der Via Gluck “(Tullio Kezich - Il Mille Film. Zehn Jahre im Kino 1967-1977, Il Antichiere Editions).<h3> Filmkritik</h3>Mit „Yuppi Du“ hatte Celentano einen entscheidenden Schritt in seiner Karriere gewagt. Erstmals war er als alleiniger Regisseur in Erscheinung getreten. Der Film, der in Venedig spielt, hatte beim Publikum großen Erfolg und wurde auch beim Filmfestival in Cannes präsentiert. Und auch der Song, den Celentano gemeinsam mit der Hauptdarstellerin Charlotte Rampling singt, gefiel.<BR /><BR />International wurde „Yuppi Du“ allerdings nicht wirklich bekannt. Celentano hatte sich bei den Verhandlungen über einen internationalen Vertrieb verzockt. Dadurch gelangte auch der Titelsong kaum über die italienischen Grenzen. Und auch die allermeisten Hit-Zusammenstellungen beinhalten den Song nicht.<BR /><h3> Fazit</h3> „Im puren 'Celentano-Look' ein Musikfilm, der viele Stile gleichzeitig mischt: Minnelli, Brecht, Jodorovsky, Tinto Brass, in einer unsicheren und gewagten Melange“ (Massimo Moscati).<BR /><BR /><BR />Dieser Filmklassiker ist zu finden bei Youtube.<BR /><BR />