Wie die Austrian Film Commission heute in einer Aussendung mitteilte, hat sich die zehnköpfige Jury für den Auslandsoscar, bestehend aus Filmschaffenden und Vertretern der österreichischen Filmwirtschaft, „aus einer Rekordzahl an Einreichungen“ für den mit Laiendarstellern realisierten Film entschieden.„Es ist gerade ihre unspektakuläre Erzählweise, die dem Fim auf spektakuläre Weise eine Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit verleiht, die bewegt und berührt, ohne je seine alltägliche Leichtigkeit zu verlieren“, so die Begründung der Jury. Der von Vento Film produzierte Streifen verbindet reale Figuren aus einem Wanderzirkus mit einem fiktiven Plot. So entdeckt Patrizia Gerardi auf einem Spielplatz ein kleines Mädchen, Asia Crippa, und nimmt dieses auf. Gemeinsam mit ihrem Mann, Walter Saabel, und dem Nachbarsjungen, Tairo Caroli, schafft Gerardi ein bezauberndes, wenn auch bescheidenes neues Umfeld für die Zweijährige.„La Pivellina“ feierte seine Uraufführung in Cannes in der Reihe „Quinzaine des Realisateurs“ und wurde vergangenes Jahr bei der Viennale als Eröffnungsfilm gezeigt. Der Streifen wurde gänzlich vom Filmduo, bestehend aus der gebürtigen Boznerin Tizza Covi (Drehbuch, Ton, Schnitt) und dem Wiener Rainer Frimmel (Kamera, Produktion), im Rahmen ihrer eigenen Produktionsfirma Vento Film verwirklicht und ist ihr erster Spielfilm.Die 83. Academy Awards gehen am 27. Februar nächsten Jahres in Los Angeles über die Bühne; die endgültigen Nominierungen, so auch für den Auslandsoscar, werden ein Monat davor bekanntgegeben. Österreich hatte zuletzt 2008 mit Stefan Ruzowitzkys „Die Fälscher“ einen Auslandsoscar erhalten.apa