Dienstag, 22. November 2016

Land fördert acht Filme – mit Promi-Besetzung

Weitere acht Filmprojekte sollen mit Landesmitteln gefördert werden. Die Landesregierung hat am Dienstag grünes Licht gegeben.

Läuft alles nach Plan, dürfte der deutsche Schauspieler und Kabarettist Harald Schmidt in „Burg Schreckenstein 2 und der chinesische Drache“ mitspielen.
Läuft alles nach Plan, dürfte der deutsche Schauspieler und Kabarettist Harald Schmidt in „Burg Schreckenstein 2 und der chinesische Drache“ mitspielen. - Foto: © APA/DPA

Drei Dramen, drei Dokumentarfilme, eine Komödie und ein Jugendfilm aus einer erfolgreichen Kinofilmreihe: Die acht Filmprojekte bedienen viele Genres. Das Land unterstützt diese mit 945.000 Euro. Es handelt sich dabei um drei Projekte aus Deutschland, je eines aus Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien sowie zwei Südtiroler Projekte.

„Das Feld in der Wohlfühllandschaft“ der K. Filmproduktion ist der Arbeitstitel eines Dokumentarfilms des Südtiroler Filmemachers Karl Prossliner, der sich unter anderem mit seiner Doku „Ära Durnwalder - Der Abschied“ bereits einen Namen gemacht hat. Hier zeichnet er ein Porträt der Gemeinde Naturns und begibt sich auf eine Expedition zu einem Feld inmitten von Hotelkomplexen und Obstwiesen. Gedreht wird ausschließlich in Südtirol.

Südtirolerin ist auch die Journalistin und Filmemacherin Jutta Kusstatscher, die für die Dokumentation „Ladinia – Storia di un successo“ nicht nur das Drehbuch geschrieben hat, sondern auch Regie führen wird. Erzählt wird die Erfolgsgeschichte des Skisports und -tourismus in den ladinischen Dolomitentälern. Die Doku wird von der Greif Produktion aus Bozen produziert, gedreht wird in Gröden und im Gadertal.

Das Dokumentarfilmprojekt „The Real Thing“ beschäftigt sich mit dem Phänomen der steigenden Anzahl von Kopien berühmter Sehenswürdigkeiten und Bauten aus aller Welt. Das Produktionshaus Artline Films aus Paris hat für die Umsetzung seines Projekts zahlreiche Absolventen der Bozner Schule für Dokumentarfilm, Fernsehen und Neue Medien ZeLIG miteingebunden, zudem wird fast die gesamte Postproduktion in Südtirol abgewickelt.

Das Projekt „Back in Time“ von Juliana Lima Dehne kommt in den Genuss einer Projektentwicklungsförderung: Es geht um eine junge Polizistin, die zurück nach Südtirol kommt und gleich schon beim ersten Fall ihr eigenes Lebenskonzept in Frage stellen muss. Das Konzept wurde beim Script Lab RACCONTI #5 von IDM entwickelt. Nun will es die Real Film Berlin produzieren.

Nachdem bereits der erste Teil der erfolgreichen Kinofilmreihe bereits in Südtirol abgedreht worden war, kehrt das Produktionshaus Roxy Film aus München für den Dreh von „Burg Schreckenstein 2 und der chinesische Drache“ wieder hierher zurück. Verfilmt wird ein weiteres Abenteuer der fünf Freunde Dampfwalze, Mücke, Ottokar, Strehlau und Stephan, in der ein undurchsichtiger chinesischer Geschäftsmann, dessen Tochter und die allererste Bibel von Gutenberg eine Rolle spielen. Unter der Regie von Ralf Huettner sind voraussichtlich wieder Henning Baum, Harald Schmidt und Sophie Rois im Cast, gedreht wird unter anderem in der Burg Taufers, auf Schloss Runkelstein in Bozen und in der Zenoburg in Meran.

Im Radfahrer-Milieu spielt das Drama „Coureur“. Die Koproduktion der Kino Produzioni aus Rom, CZAR TV aus Brüssel und CANVAS aus den Niederlanden erzählt die Geschichte von Felix, der in der grausamen und Drogen-orientierten Welt des Profi-Radsports gegen die übermächtige Legende seines Vaters ankämpft. Etwa zehn Tage lang wird Regisseur Kennet Mercken für das Drama in Sulden und Latsch drehen.

Bozen, Meran, der Vinschgau und das Überetsch sind einige der Locations der Komödie „Finding Camille“ der Hugofilm Productions aus Zürich. Im Roadmovie von Drehbuchautorin und Regisseurin Bindu de Stoppani suchen Camille und ihr an Alzheimer erkrankter Vater Edoardo, ein preisgekrönter Kriegskorrespondent, gemeinsam mit dem einsamen Tramper Leo nach Edoardos Vergangenheit. Im Cast sind Luigi Diberti, Anna Ferzetti und Nicola Mastroberardino.

Glocke will abhauen und schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an – um festzustellen, dass der vermeintliche Neustart auf einer Lüge beruht. Das ist der Plot des Dramas „Die Hütte“ von Philipp Hirsch, gedreht im Schnalstal unter anderen mit Matti Schmidt-Schaller, Milena Tscharntke und Matilda Merkel. Der Film ist eine Koproduktion zwischen der Ostlicht Filmproduktion aus Weimar und der Lightburst Pictures aus Berlin.

stol