Mittwoch, 01. April 2020

Lücken füllen: Filme, die man schon immer sehen wollte

Die derzeitige Situation kann auch etwas Gutes haben. Denn so finden einige von uns die Zeit, endlich ein paar Kinoklassiker nachzuholen, zum Beispiel Disneys ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1937: „Schneewittchen und die sieben Zwerge“.

Liebevoll gezeichnet, mitreißend gesungen und spannend erzählt ist „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Noch heute sind die Freude und Begeisterung zu spüren, mit der dieser Klassiker für die große Leinwand im Jahr 1937 entstand.
Liebevoll gezeichnet, mitreißend gesungen und spannend erzählt ist „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Noch heute sind die Freude und Begeisterung zu spüren, mit der dieser Klassiker für die große Leinwand im Jahr 1937 entstand. - Foto: © 1937 Walt Disney Pictures
Aus den berühmten Märchen der Brüder Grimm ist die Geschichte bestens bekannt: Schneewittchen hat eine böse Stiefmutter, eine Königin, die das Mädchen in Lumpen steckt und als Magd arbeiten lässt. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“, fragt die Königin auch im Film gleich zu Beginn.

Eines Tages aber bleibt die erhoffte Antwort aus, denn der Spiegel hat die Schönheit des jungen Schneewittchens erkannt. Die Königin will das Mädchen umbringen lassen, doch Schneewittchen entkommt und landet im Haus von sieben Zwergen.



Wirklich viel passiert, verglichen mit heutigen Kinofilmen, nicht und trotzdem wird einem nie langweilig, schließlich ist das alles äußerst unterhaltsam und voller origineller Details erzählt. Da ist die Taube, die beim Anblick des schönen Prinzen vor Scham rot wird. Da ist die Szene im dunklen Wald, wo das verängstigte Schneewittchen überall Ungeheuer erahnt.

Vor allem aber mit dem ersten Auftritt der Zwerge gewinnt der Film Schwung. Es ist eine schräge Männergemeinschaft, die da im Berg glitzernde Steine herausschlägt und nach Feierabend auf Schneewittchen trifft, die bis dahin mit Hilfe der putzigen Waldbewohner schon längst das chaotische Haus der Zwerge aufgeräumt hat.

Aus heutiger Sicht sieht man einiges im Film sicher anders als Ende der 1930er Jahre, beispielsweise im Hinblick auf die Rollenbilder. Doch das spielt im Endeffekt keine Rolle. Vielmehr steht der Spaß im Mittelpunkt, der sich nach all den Jahrzehnten weiterhin auf die Zuschauer überträgt.

„Schneewittchen und die sieben Zwerge“, der laut dem American Film Institute zu den 100 besten US-Filmen aller Zeiten zählt und den Grundstein für viele weitere Disney-Werke legte, ist komisch, charmant, skurril – auch heute noch Kinounterhaltung im besten Sinne!

eva/apa