„Meran war ein Treffpunkt von Kultur und Gesellschaft. Das milde Klima und das landschaftliche Erscheinungsbild – weich, etwas hügelig, von Burgen, Baudenkmälern umkränzt – waren ein Anziehungspunkt für Touristen und Kurgäste“, erzählte der Südtiroler Filmemacher Gottfried Deghenghi den „Dolomiten“ zur Filmprämiere im Kurhaus.Und genau in diesem Umfeld lässt er seinen Film „Erinnerung an Meran“ spielen. „Im Film kommt die elegante Note der Stadt und vor allem der Gäste zum Ausdruck“, so Deghenghi. Die Suche nach Eleganz und Ästhetik sein ein wesentlicher Kern des Films.Die Hauptfiguren sind ein Meraner Kaiser-Offizier und seine Nachfolgerin 100 Jahre später. Der Regisseur Deghenghi hatte die Absicht, die virtuelle Zustellung von Briefen zu rekonstruieren, die wegen der Wetter- und Kriegsumstände ihr Ziel damals nie erreicht haben.„Stimmung zeitversetzt heraufbeschwören“Durch aufwendige Kostüme und elaborierte Kameraeinstellungen wirkt die Vergangenheit aus der heutigen Sicht nostalgisch und begehrenswert. So könne man die Stimmung zeitversetzt heraufbeschwören und die geschichtliche und generationelle Distanz abbauen, unterstreicht Deghenghi.„Die Produktion war sehr aufwändig, der Film wurde im Kinoformat gedreht. Über hundert Personen aus Südtirol haben als Statisten, Make-Up- und Hairstylisten, Kostümbildner und Requisiteure beim Bühnenbau, Casting und an diesem Film mitgearbeitet“, erzählt Deghenghi.Nach zwei Ausstrahlungen im ORF III läuft „Erinnerung an Meran“ nun erstmals hier auch im Südtiroler Fernsehen. Am Samstag um 20.20 Uhr wird der Film auf Rai Südtirol gezeigt.stol