Mit "New York, I Love You" wird der Millionenstadt am Hudson nun eine gemeinschaftliche Liebeserklärung gemacht.Elf international renommierte Regisseure zeigen kurze Geschichten über die junge Liebe, die vergebliche Liebe, die ewige Liebe und alles dazwischen.Die Regeln für jede Episode waren: nicht mehr als zwei Drehtage, eine Woche zur Fertigstellung, acht Minuten Zeitlimit und keine Schwarzblenden zu Beginn oder am Schluss.Herausgekommen ist ein Sammelsurium von Love Storys, von denen viele im Tempo der Stadt erzählt werden, manche ein paar unerwartete Haken schlagen und wenige banal sind.Alles in allem eine sehenswerte Collage über die Liebe in einer elektrisierenden Metropole. Leider wagt sich nur ein Regisseur aus Manhattan heraus.Nach "Paris, je t’aime" von 2006 ist die New-York-Hommage das zweite Projekt der Reihe "Cities of Love" von den Produzenten Emmanuel Benbihy und Marina Grasic, die mit Shanghai, Rio de Janeiro, Mumbai und Jerusalem fortgesetzt werden soll.Namhafte BesetzungDer Episodenfilm ist ebenso hochkarätig besetzt wie sein Vorgänger.Stars wie Orlando Bloom, Ethan Hawke, Shia LaBeouf, Christina Ricci oder Julie Christie wurden von namhaften Regisseuren wie Fatih Akin, Shekhar Kapur, Yvan Attal oder Allen Hughes in Szene gesetzt.Natalie Portman fand in Paris so viel Gefallen an dem Projekt, dass sie nun erstmals Regie führte. In einer anderen Episode spielt sie die Hauptrolle: Eine jüdische Diamantenhändlerin, die sich für ihre bevorstehende Hochzeit den Schädel kahl rasiert hat und damit einen indischen Kunden schockiert.Der Hamburger Erfolgsregisseur Fatih Akin ("Soul Kitchen", "Gegen die Wand") entführt den Zuschauer nach Chinatown, wo ein desillusionierter Künstler eine nur zögerlich mit ihm flirtende junge Frau (Qi Shu) verfolgt.KritikLeider verließ Regisseur Joshua Marston mit dieser Episode als einziger Manhattan. Was auch der "New York Times" missfiel: "Anscheinend liebt niemand Queens, die Bronx oder Staten Island", schrieb die angesehene Zeitung über das 110 Minuten dauernde "Speed- Dating" und kritisierte, dass die Erzählungen überwiegend von weißen und heterosexuellen Paaren handeln.Etwas distanziert dürfte auch Scarlett Johansson den Film sehen. Ihr Regiedebüt - eine Coney-Island-Episode mit Kevin Bacon in Schwarz-Weiß - wurde herausgeschnitten.dpa