Dienstag, 23. Januar 2018

Oscar-Nominierungen stehen fest

Mit Hochspannung werden am Dienstag die Nominierungen für die 90. Oscars bekanntgegeben. Am 4. März werden die Oscars dann in Hollywood unter Anwesenheit zahlreicher Stars und Sternchen verliehen.

Am 4. März werden die 90. Oscars verliehen.
Am 4. März werden die 90. Oscars verliehen. - Foto: © APA/DPA

Die Filme „Shape of Water“, „Dunkirk“, „Lady Bird“ und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ gehen ins Rennen um den Oscar als bester Film. Die Werke gehören zu den insgesamt neun Anwärtern für den wichtigsten Filmpreis der Welt. Das teilte die Oscar-Akademie am Dienstag mit.

13 Nominierungen für „Shape of Water“

Mit 13 Nominierungen geht der Film „Shape of Water“ als großer Favorit in das Oscarrennen. Das Drama des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro hat unter anderem Chancen auf Auszeichnungen in den Kategorien als bester Film, für die beste Regie und die beste Hauptdarstellerin. Das gab die Oscar-Academy am Dienstag in Hollywood bekannt. Die Hoffnungen des deutschen Regisseurs Fatih Akin wurden dagegen enttäuscht. Sein NSU-Drama „Aus dem Nichts“ mit Diane Kruger schaffte es nicht in die Runde der Nominierten. 

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Beste Regie: 

Die Regisseure Guillermo del Toro („Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“), Christopher Nolan („Dunkirk“) und Greta Gerwig („Lady Bird“) haben Chancen auf den Oscar für die beste Regie. Sie gehören zu den fünf Nominierten in dieser Kategorie, wie die Oscar-Akademie am Dienstag mitteilte.

Nominierte Hauptdarsteller: 

Gary Oldman und Timothée Chalamet gehören zu den fünf Nominierten für den Oscar als bester Hauptdarsteller. Oldman wurde für seinen Auftritt als Winston Churchill in „Churchill – Die dunkelste Stunde“ aufgestellt, Chalamet für seine Rolle in dem Liebesfilm „Call Me By Your Name“. Das teilte die Oscar-Akademie am Dienstag mit.

Frances McDormand und Sally Hawkins sind unter den fünf Nominierten für den Oscar als beste Hauptdarstellerin. McDormand wurde für ihre Rolle in der Tragikomödie „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ genannt, Hawkins für das Fantasy-Märchen „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“. Das teilte die Oscar-Akademie am Dienstag mit.

Die besten Nebendarsteller:

Sam Rockwell und Willem Dafoe gehören zu den fünf Nominierten für den Oscar als bester Nebendarsteller. Rockwell wurde für seine Polizisten-Rolle in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ genannt, Dafoe für den Independent-Film „The Florida Project“. Das teilte die Oscar-Akademie am Dienstag mit.

Allison Janney und Laurie Metcalf haben Chancen auf den Oscar als beste Nebendarstellerin. Sie gehören zu den fünf Nominierten in dieser Kategorie. Janney wurde für ihre Mutter-Rolle in der Tragikomödie „I, Tonya“ nominiert, Metcalf für „Lady Bird“. Das teilte die Oscar-Akademie am Dienstag mit.

Auch deutsche Regisseure sind vertreten 

Die deutsche Regisseurin und Schauspielerin Katja Benrath ist mit ihrem Kurzspielfilm „Watu Wote/All Of Us“ für den Oscar nominiert worden. Die Lübeckerin schaffte es mit vier Mitbewerbern in die Sparte „Live-Action-Kurzfilm“. Im vorigen Herbst hatte Benrath mit ihrem Abschlussfilm von der Hamburg Media School bereits den goldenen Studenten-Oscar gewonnen. Der in Kenia gedrehte knapp halbstündige Film beruht auf einer wahren Geschichte: Bei einem Angriff der radikal-islamischen Terrormiliz Al-Shabaab im Jahr 2015 auf einen Bus an der Grenze zwischen Kenia und Somalia hatten sich Muslime schützend vor Christen gestellt.

Star-Komponist Hans Zimmer könnte eine weitere Oscar-Trophäe gewinnen. Der gebürtige Frankfurter holte am Dienstag mit der Filmmusik für Christopher Nolans Kriegsdrama „Dunkirk“ seine elfte Nominierung. Zuletzt war er 2015 für die Vertonung von Nolans Science-Fiction-Film „Interstellar“ nominiert gewesen. Für „Der König der Löwen“ nahm Zimmer 1995 den Oscar entgegen.

Die deutschen Regisseure Jakob Schuh und Jan Lachauer können auf einen Oscar in der Sparte „Animierter Kurzfilm“ hoffen. Ihr Zeichentrickfilm „Revolting Rhymes“ („Es war einmal...nach Roald Dahl“) ist als einer von fünf Kandidaten nominiert worden, wie die Oscar-Akademie am Dienstag mitteilte. In dem von der britischen Firma Magic Light Pictures produzierten Animationsfilm treffen bekannte Märchenfiguren wie Schneewittchen, Rotkäppchen und der böse Wolf aufeinander.
Der beiden Münchner Regisseure Schuh und Lachauer studierten an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Beide waren schon einmal für Kurzfilm-Oscars nominiert gewesen, aber bei den Verleihungen jeweils leer ausgegangen.

Liste der meisten Nominierungen:

„All About Eve“ 1950 14 Nominierungen 6 Oscars
„Titanic“ 1997 14 Nominierungen 11 Oscars
„La La Land“ 2016 14 Nominierungen 6 Oscars
„Vom Winde verweht“ 1939 13 Nominierungen 8 Oscars
„Verdammt in alle Ewigkeit“ 1953 13 Nominierungen 8 Oscars
„Shakespeare in Love“ 1998 13 Nominierungen 7 Oscars
„Forrest Gump“ 1994 13 Nominierungen 6 Oscars
„Chicago“ 2002 13 Nominierungen 6 Oscars
„Mary Poppins“ 1964 13 Nominierungen 5 Oscars
„Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ 1966 13 Nominierungen 5 Oscars
„Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ 2001 13 Nominierungen 4 Oscars
„Der seltsame Fall des Benjamin 2008 13 Nominierungen 3 Oscars
Button“
„The Shape of Water“ 2017 13 Nominierungen –

Liste der meisten Auszeichnungen:

„Ben Hur“ 1959 12 Nominierungen 11 Oscars
„Titanic“ 1997 14 Nominierungen 11 Oscars
„Der Herr der Ringe – Die Rückkehr 2003 11 Nominierungen 11 Oscars
des Königs“
„West Side Story“ 1961 11 Nominierungen 10 Oscars
„Gigi“ 1958 9 Nominierungen 9 Oscars
„Der letzte Kaiser“ 1987 9 Nominierungen 9 Oscars
„Der englische Patient“ 1996 12 Nominierungen 9 Oscars

dpa/apa

stol