Mit 17 zog Pietro Martellanza, der sich lieber Peter Martell nennen ließ, von Bozen in die weite Welt hinaus. Die wichtigsten Stationen seines bewegten und unsteten Wanderlebens: Tellerwäscher auf Frachtschiffen, Mister Italia in Cattolica und schließlich Italowesternheld in Roms Cinecittà.Seine Filmkarriere begannt Martell als Stuntman. Später, in den 60er und 70er Jahren, spielte er viele Rollen in internationalen Filmproduktionen, vor allem aber in Italo-Western.Zwischen 1966 und 1976 war Peter Martell in 28 Filmen zu sehen. Darunter etwa „Johnny Madoc“ (1966), „Due croci a Danger Pass“ (1967), „Omicidio per appuntamento“ (1967) oder „Safari Express“ (1976).Hätte es nicht ein unglücklicher Zufall so gewollt, wäre Peter Martell an der Seite von Bud Spencer in dem Film „Dio perdona... io no!“ („Gott vergibt- wir beide nie“) gestanden. Ein gebrochenes Bein machte es ihm aber unmöglich, die Rolle anzunehmen. Anstelle Martells bekam Mario Girotti alias Terence Hill die Rolle. So kam es zum ersten gemeinsamen Film von Bud Spencer und Terence Hill, dem späteren Traumpaar des Italowestern.Mit dem Ende des Italo-Western endete vorerst auch der große Filmtraum von Peter Martell. Er ging wieder auf Wanderschaft, bis er 1994 nach Bozen zurückkehrte.Nachdem es in den 90ern ruhig um ihn geworden war, stand er seit 2001 wieder regelmäßig vor der Kamera. 2002 spielte er in dem Film „Killer Barbys vs Dracula“, 2004 in „Tears of Kali“ mit. Seinen letzten Film, „Melancholie der Engel“, drehte er 2009. stol