Donnerstag, 01. August 2019

Quentin Tarantino grübelt über letzten Film

US-Regisseur Quentin Tarantino hat gleich mehrere Hollywoodstars mit nach Deutschland gebracht. Mit den Schauspielern Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Margot Robbie stellte er am Donnerstag in Berlin seinen neuen Film „Once upon a time... in Hollywood“ vor. Der Film, der 1969 in Los Angeles spielt, kommt ab 19. September in die Südtiroler Kinos.

Leonardo DiCaprio spielt in Tarantinos vorletztem Film „Once upon a time... in Hollywood“ einen abgehalfterten Westernstar, Brad Pitt ist sein Stuntdouble, Freund und Fahrer. - Foto: Screenshot/Trailer
Leonardo DiCaprio spielt in Tarantinos vorletztem Film „Once upon a time... in Hollywood“ einen abgehalfterten Westernstar, Brad Pitt ist sein Stuntdouble, Freund und Fahrer. - Foto: Screenshot/Trailer

Das Team ließ sich mittags auf einem Hoteldach vor dem Fernsehturm ablichten, abends war die Deutschlandpremiere am Potsdamer Platz geplant. Zuletzt hatte Tarantino öffentlich über das Ende seiner Karriere nachgedacht. Der Plan sei, insgesamt zehn Filme zu drehen. „Ich bin aber noch nicht sicher, was der zehnte Film sein wird“, sagte Tarantino (56) in Berlin. Möglicherweise werde es „Star Trek“ werden, aber er denke auch schon länger über einen dritten Teil von „Kill Bill“ nach. „Oder es wird nichts von beidem.“

„Once upon a time... in Hollywood“ Tarantinos 9. Film

„Once upon a time... in Hollywood“ wird als Tarantinos neunter Film beworben, die beiden Teile von „Kill Bill“ zählen dabei als ein Werk. DiCaprio spielt einen abgehalfterten Westernstar, Pitt ist sein Stuntdouble, Freund und Fahrer. Wofür würden sich beide im Alltag ein Double wünschen, das ihnen etwas abnimmt? Ihm hätten schon viele Leute vorgeschlagen, ein Double zu engagieren, wenn draußen viele Papparazzi warteten, sagte DiCaprio (44). „Aber sowas funktioniert ja eh nicht.“ Pitt (55) hielt die Idee für „eine gute Wahl“. Die Australierin Robbie (29) fände es toll, wenn ihr jemand das Laufen durch Flughäfen abnehmen würde.

Robbie ist im Film als Schauspielerin Sharon Tate zu sehen – die Ehefrau von Filmemacher Roman Polanski wurde von Mitgliedern der Sekte von Charles Manson ermordet. Beim Schreiben habe er auch einen Moment gehabt, an dem er nicht weiter über Manson und die Bluttaten habe nachdenken wollen, sagte Tarantino, der den Film bereits auf dem Festival in Cannes gezeigt hatte.

„An meinen Haaren herumzuspielen, ist furchtbar“

In Berlin plauderte das Team nun über die Dreharbeiten, Tarantinos Detailliebe und die Zukunft des Kinos. Gefragt nach schlechten Angewohnheiten, scherzte DiCaprio: „An meinen Haaren herumzuspielen, ist furchtbar“. Tarantino nannte Nasebohren – das machten viele, aber kaum einer gebe es zu. „Zigaretten“, sagte Pitt. „Prokrastination“, das Aufschieben von Aufgaben, erklärte Robbie.

dpa

stol