Dienstag, 02. Februar 2021

Rassismus: Warnhinweise für Disney-Klassiker

Transportieren Kinderfilm-Evergreens rassistische Ressentiments? Der Unterhaltungskoloss Disney versieht einige seiner Animationsfilme – darunter „Peter Pan“, „Dumbo“ und „Aristocats“ – mit Warnhinweisen. In deutschen Medien wird das Thema mit Interesse verfolgt.

Die Darstellung der indigenen Völker Amerikas in „Peter Pan“ sei unauthentisch und diskriminierend: Im Film würden sie wiederholt als „Rothäute“ bezeichnet, schreibt Disney auf seiner Webseite.
Die Darstellung der indigenen Völker Amerikas in „Peter Pan“ sei unauthentisch und diskriminierend: Im Film würden sie wiederholt als „Rothäute“ bezeichnet, schreibt Disney auf seiner Webseite. - Foto: © Disney/storiesmatter
Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte bereits im Oktober berichtet, nun nimmt sich auch die „Bild“ des Themas an: Disney versieht einige seiner Kinderfilm-Klassiker auf seiner Streamingdienstplattform Disney+ mit dem Warnhinweis, dass sie nicht mehr zeitgemäße oder klischeehafte Darstellungen zeigten.

Einer der betroffenen Filme ist „Peter Pan“: Problematisch darin sei vor allem die klischeehafte Darstellung amerikanischer Ureinwohner, schreibt Disney selbst im Rahmen der Aktion „Stories matter“ – zu Deutsch etwa „Geschichten sind wichtig“.



In „Aristocats“ würden Stereotype über Menschen aus Ostasien transportiert, „Dumbo“ werde ebenfalls mit Warnhinweisen ausgestattet, weil dort Krähen zu sehen seien, die Afroamerikaner abwerteten.



Durch die Hinweise soll eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht werden.

kn