Freitag, 05. Januar 2018

Reinhold Messner sieht seine Zukunft im Film

Die Bergsteigerlegende Reinhold Messner will seine neue Karriere als Filmregisseur fortsetzen.

Reinhold Messner will auch weiterhin Filme drehen.
Reinhold Messner will auch weiterhin Filme drehen. - Foto: © LaPresse

Nach dem Debüt 2016 mit dem Dokumentarfilm „Still Alive“ hat der 73-Jährige die Dreharbeiten eines neuen Films über Ama Dablam, den heiligen Berg in Nepal abgeschlossen.

„Das ist ein Thema, mit dem ich mich bereits in meinen Büchern über die heiligen Berge auf der ganzen Welt befasst habe. Es sind einmalige Berge, für diejenigen, die sie ehren“, berichtete Messner im Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Freitag.

Jetzt plane er einen weiteren Film über eine Innsbrucker Adelige, die 1902 die Berge im Kaukasus bestieg. „Sie beantwortet eine klassische Frage für Bergsteiger jeder Epoche: Wem gehören die Berge wirklich?“, berichtete Messner, der Mann, der als erster alle 14 Achttausender bestiegen hatte.

Die Tätigkeit als Filmregisseur markiere sein „siebtes Leben“ nach mehreren Erfahrungen als Extrembergsteiger, Schriftsteller und EU-Abgeordneter.

Filmdebüt beruht auf wahrer Geschichte

In „Still Alive“ brachte Messner die wahre Geschichte des jungen Mediziners und Tiroler Bergsteigers Gert Judmaier auf den Bildschirm, der im Jahr 1970 beim Abstieg vom 5.199 Meter hohen Mount Kenya in Ostafrika 30 Meter in die Tiefe stürzte und sich einen offenen Unterschenkelbruch zuzog. Gedreht wurde der Doku-Spielfilm an Originalschauplätzen am Mount Kenya sowie im Südtiroler Sulden.

apa

stol