Dienstag, 03. Oktober 2017

Rom verabschiedet Gesetz zur Förderung italienischer Filme

Der Ministerrat in Rom hat am Montagabend ein Gesetz verabschiedet, das TV-Produzenten zwingt, die Finanzierungen für italienische und europäische Filmproduktionen zu steigern und mehr nationale Produktionen zu senden.

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Jeder TV-Kanal wird in der Prime Time wenigstens einen italienischen Film oder eine TV-Serie pro Woche senden müssen. Für das Staatsfernsehen RAI sind es zwei pro Woche.

Zehn Prozent der Netto-Jahreseinnahmen der TV-Produktionsgesellschaft sollen in italienische oder europäische Produktionen investiert werden. Dieser Prozentsatz wächst 2019 auf 12,5 Prozent und 2020 auf 15 Prozent, heißt es im Gesetz. Für die RAI gilt eine Investitionsquote von 15 Prozent der Einnahmen des Jahres 2017, die 2019 auf 18,5 Prozent und auf 2020 auf 20 Prozent steigen soll.

Auch Netflix und Amazon müssen sich an die Pflicht halten, in italienische Produktionen zu investieren und diese zu senden. Das Gesetz, das sich am französischen Filmförderungssystem orientiert, muss noch vom Parlament verabschiedet werden.

Schwergewichte wie RAI, Mediaset, Sky, Discovery, Disney und Fox stemmen sich gegen das Gesetz. „Das ist eine unerträgliche Erhöhung für einen Sektor, der in den letzten zehn Jahren bereits zehn Milliarden Euro in die unabhängige Filmproduktion in Italien investiert hat“, hieß es in einem Protestschreiben der TV-Gruppen an Kulturminister Dario Franceschini.

apa

stol