Mittwoch, 21. April 2021

Schauspieler und Synchronsprecher Thomas Fritsch ist tot

Der Schauspieler und Synchronsprecher Thomas Fritsch ist tot. Er wurde 77 Jahre alt, am Mittwoch sei er „friedlich entschlafen“, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem näheren Umfeld. Zuvor hatte die Illustrierte „Bunte“ berichtet. Der Sohn des Ufa-Filmstars Willy Fritsch kann auf eine jahrzehntelange Karriere in Film, Fernsehen und auf der Bühne zurückblicken.

Thomas Fritsch war auch einer der gefragtesten deutschen Synchronsprecher.
Thomas Fritsch war auch einer der gefragtesten deutschen Synchronsprecher. - Foto: © APA/dpa / Horst Ossinger
Im Fernsehen war Fritsch vor allem mit Rollen in beliebten Serien wie „Eine wunderbare Familie“, „Hallo Robbie“, „Unser Charly“ oder „SOKO 5113“ präsent. Erfolge feierte er Ende der 1980er Jahre als Jockey in der Serie „Rivalen der Rennbahn“ oder in der Serie „Drei sind einer zuviel“. 6 Auftritte hatte Fritsch in dem Krimi-Dauerbrenner „Derrick“.

Schon als Teenager avancierte Fritsch zum Publikumsliebling. In Streifen wie „Julia, du bist zauberhaft“ (1962) oder „Das große Liebesspiel“ (1963) eroberte er die Herzen der Frauen. In der Edgar-Wallace-Satire „Der Wixxer“ (2004) erlebte er sein Kino-Comeback in der Rolle des Earl of Cockwood.

Mit seinem markanten Bariton war Fritsch zudem einer der gefragtesten deutschen Synchronsprecher. So war er im Blockbuster „Gladiator“ die deutsche Stimme von Hauptdarsteller Russell Crowe und lieferte in der Streamingserie „Game of Thrones“ die deutsche Tonspur von James Faulkner in der Rolle des Randyll Tarly. Bekannt ist seine Stimme auch aus Animationsfilmen wie „König der Löwen“ als „Scar“, „Findet Nemo“, „Ice Age“ oder „Bambi“.

apa/dpa/stol