Donnerstag, 18. Oktober 2018

Sitcom-Macher verteidigen den Tod von Roseanne

Nach dem Tod der Figur Roseanne in der neuen TV-Sitcom „The Conners“ haben sich die Macher der Serie gegen Kritik verteidigt.

Der Serientod von Roseanne hatte für Aufregung gesorgt. - Foto: APA/AFP
Der Serientod von Roseanne hatte für Aufregung gesorgt. - Foto: APA/AFP

Sie hatten Schauspielerin Roseanne Barr im Nachfolger der abgesetzten Comedyserie „Roseanne“ nicht weiterleben lassen. Hintergrund war ein rassistischer Tweet Barrs über eine afroamerikanische Politikerin. In der ersten Folge stirbt Roseanne an einer Überdosis schmerzlindernder Opiate.

Die Autoren der Folge hätten sich einen „respektvollen Abschied“ für Roseanne gewünscht, schrieb Bruce Helford im „Hollywood Reporter“, der die Pilotfolge mit geschrieben hatte. Das Ende der Figur sollte „relevant“ sein und „Diskussionen über das Gemeinwohl der amerikanischen Arbeiterklasse anstoßen, deren wahre Probleme im Fernsehen häufig ignoriert werden“.

Die Zahl der Todesfälle durch Opiate-Überdosen steigt in den USA seit Jahren. Der Gesundheitsbehörde CDC starben daran im Jahr 2016 mehr als 42 000 Menschen und damit mehr als durch Verkehrsunfälle.

Die 65-jährige Barr hielt diesen Dreh für überflüssig. Die Wendung „verlieh einer ansonsten fröhlichen Familien-Show eine unnötig düstere und morbide Dimension“, teilte Barr mit. Mit Absetzung der Show hätten die Macher die Chance verfehlt, den Amerikanern ein Vorbild für „Buße und Vergebung“ zu sein. Barr hatte ihren stark kritisierten Tweet anschließend als „Fehler“ bezeichnet.

dpa

stol