Er habe „den Film gemacht, um eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen“, nannte der deutsche Autor und Filmemacher sein Motiv bei einer Podiumsdiskussion.Er zeigt eine Welt, in der der Kühlschrank „zum Vorzimmer des Abfalleimers“ mutiert ist, wie einer der Protagonisten der Doku bemerkt.„Taste The Waste“ ist dabei ein internationaler Streifzug in Sachen Wegwerfgesellschaft, zeigt aber auch Alternativen zu dieser. Die Doku führte den bisher vor allem für TV-Produktionen tätigen Regisseur nicht nur nach Österreich, sondern unter anderem noch nach Frankreich, Kamerun, Japan oder die USA.„Dokumentarfilm hat ja mit Realität zu tun“, nannte der gebürtige Stuttgarter seinen Ansatz, der dazu führte, dass sein Werk vor allem Fakten vermittelt, ohne dabei einem wie auch immer gearteten künstlerischen Anspruch genügen zu wollen.Das Bild ist dabei vor allem Mittel zum Zweck und unterstreicht das Gesagte seiner Interviewpartner einfach noch einmal, ohne visuell eine neue Ebene ins Spiel zu bringen. Da gibt es nicht nur inhaltlich gewisse Ähnlichkeiten zu Erwin Wagenhofers erfolgreicher Doku „We feed the world“ aus dem Jahr 2005.Das Gesagte wirkt aber durchaus für sich alleine, wenn da zum Beispiel der deutsche Kartoffelbauer davon spricht, dass er bereits zwischen 40 und 50 Prozent seiner Ernte am Feld liegen lassen muss, weil die Handelsunternehmen auf visuell perfekte Erdäpfel bestehen.Oder wenn französische Supermarkt-Angestellte verlegen lächelnd erklären, warum sie Lebensmittel bereits sechs Tage vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums auf den Müll verfrachten.Dann gelingt es dem Film durchaus, die von ihm selbst wahrgenommene Perversität dieses Tuns zu vermitteln. Im Grunde ist „Taste The Waste“ aber ein TV-Film im Kinoformat, dem mit „Frisch auf den Müll“ auch eine Fernsehdokumentation voranging.Es gibt aber durchaus ein paar Momente im Film, wo die Bilder für sich sprechen und nur von Musik kommentiert werden. Etwa, wenn eine Ladung optisch noch äußerst frisch anmutender Fische und Meeresfrüchte einfach weggekippt wird.„Wir haben versucht an zwei oder drei Stellen, wo uns das Gesehene so unerträglich erschien, das zu durchbrechen“, erklärte Thurn. Sein künstlerisches Prinzip sei es da gewesen, „aus der Realität rauszugehen“. Dem Regisseur erschien „dieser Fischberg vor dem Hintergrund, dass die Weltmeere leergefischt werden“ hier der Anlass dazu.„Taste The Waste“ ist nicht eine anklagende Dokumentation alleine, sondern will Wege aus dem präsentierten Nahrungsmittel-Dilemma zeigen.So sieht man einen deutschen Bäcker, der seinen Brotausschuss verwendet, um damit neues zu backen, oder einen Hamburger Biogas-Erzeuger, der sein Tun mit „wenn sich die Bakterien wohlfühlen, freut sich der Anlagebetreiber“ kommentiert.Übrigens einer der wenigen lockeren Momente einer Doku, die einen teilweise mit Information überfrachtet. Inklusive Textinserts, die etwas hilflos zurücklassen, wenn man etwa lesen kann, dass mit dem Weggeworfenen aus Europa und Nordeuropa die Dritte Welt dreimal satt werden würde. Doch seinem erzieherischen Anspruch, den Zuseher auch als Konsumenten anzusprechen, wird „Taste The Waste“ letztendlich durchaus gerecht.Oder wenn französische Supermarkt-Angestellte verlegen lächelnd erklären, warum sie Lebensmittel bereits sechs Tage vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums auf den Müll verfrachten.Dann gelingt es dem Film durchaus, die von ihm selbst wahrgenommene Perversität dieses Tuns zu vermitteln. Im Grunde ist „Taste The Waste“ aber ein TV-Film im Kinoformat, dem mit „Frisch auf den Müll“ auch eine Fernsehdokumentation voranging.Es gibt aber durchaus ein paar Momente im Film, wo die Bilder für sich sprechen und nur von Musik kommentiert werden. Etwa, wenn eine Ladung optisch noch äußerst frisch anmutender Fische und Meeresfrüchte einfach weggekippt wird.„Wir haben versucht an zwei oder drei Stellen, wo uns das Gesehene so unerträglich erschien, das zu durchbrechen“, erklärte Thurn. Sein künstlerisches Prinzip sei es da gewesen, „aus der Realität rauszugehen“. Dem Regisseur erschien „dieser Fischberg vor dem Hintergrund, dass die Weltmeere leergefischt werden“ hier der Anlass dazu.„Taste The Waste“ ist nicht eine anklagende Dokumentation alleine, sondern will Wege aus dem präsentierten Nahrungsmittel-Dilemma zeigen.So sieht man einen deutschen Bäcker, der seinen Brotausschuss verwendet, um damit neues zu backen, oder einen Hamburger Biogas-Erzeuger, der sein Tun mit „wenn sich die Bakterien wohlfühlen, freut sich der Anlagebetreiber“ kommentiert.Übrigens einer der wenigen lockeren Momente einer Doku, die einen teilweise mit Information überfrachtet. Inklusive Textinserts, die etwas hilflos zurücklassen, wenn man etwa lesen kann, dass mit dem Weggeworfenen aus Europa und Nordeuropa die Dritte Welt dreimal satt werden würde. Doch seinem erzieherischen Anspruch, den Zuseher auch als Konsumenten anzusprechen, wird „Taste The Waste“ letztendlich durchaus gerecht.apa