Sie erzählen von den Vorbereitungen, den Herausforderungen durch Schnee und Wetter, den Spezialeffekten für die Lawinenszenen – und von Stefan Brunners eigener kleinen Rolle im Film. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1284198_image" /></div> <b><BR />Wie kam es dazu, dass Ihr Hotel Drehort des Films wurde?</b><BR />Stefan Brunner: Es war eine Anfrage, die im Mai 2025 über eine Mail eintraf. Die Produktionsfirma „Camfilm“ suchte einen besonderen Ort für die Verfilmung der Lawinenkatastrophe rund um das Hotel Rigopiano im Jahr 2017. Realisiert wird der Film vom Streaming-Giganten Netflix. Die Produktionsfirma prüfte 14 Hotels im Alpenraum. Lage, Architektur, Atmosphäre. Am Ende fiel die Entscheidung auf unser Granpanorama Hotel Sambergerhof. Die abgeschiedene Lage mit weitem Blick über die Bergwelt, die klare Struktur des Hauses und seine Ausstrahlung gaben schlussendlich den Ausschlag.<BR /><BR /><b>Wie lange dauerte der Dreh?</b><BR />Nadine Brunner: Die Vorbereitung am Sambergerhof liefen von Mitte Jänner bis Anfang Februar, insgesamt wurde anschließend drei Wochen lang gedreht – davon zwei, drei Tage auch auf der Villanderer Alm.<BR /><BR /><b>Wie groß war das Team?</b><BR />Stefan Brunner: Am Dreh waren rund 120 Personen beteiligt – darunter Schauspieler wie Maria Chiara Gianetta, Edoardo Pesce, Selene Caramazza. Regie führte Elisa Amoruso. <BR /><BR /><BR /><b><div class="img-embed"><embed id="1284201_image" /></div> Das Hotel blieb während des Drehs geschlossen. Rechnet sich für Sie das Unterfangen dennoch?</b><BR />Nadine Brunner: Ja, das ist korrekt – unser Hotel war während der Vorbereitungen und der Dreharbeiten zu. Ob sich das wirtschaftlich rechnet, ist eine berechtigte Frage. Selbstverständlich haben wir im Vorfeld eine Kalkulation vorgenommen. Letztlich stand für uns jedoch nicht ausschließlich der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund. Vielmehr war es eine bewusste Entscheidung aus persönlichem Interesse und aus Begeisterung für das Projekt. Solche Gelegenheiten bieten eine besondere Erfahrung und die Chance, Teil von etwas Kreativem zu sein – und das war für uns ausschlaggebend.<BR /><BR /><b>Das Hotel Rigopiano wurde damals durch die Wucht der Lawine rund zehn Meter verschoben Wie lassen sich derartige Effekte in der Realität umsetzen?</b><BR />Stefan Brunner: Mit Spezialeffekten wie etwa Nebel, Kunstschnee und digitalen Effekten, die am Computer entstehen, lässt sich viel machen. <BR /><BR /><BR /><b><div class="img-embed"><embed id="1284204_image" /></div> <BR />Was wissen Sie über einen möglichen Sendetermin des Films?</b><BR />Nadine Brunner: Der Film sollte in der Theorie 2027 auf Netflix unter dem Titel „La Valanga“ ausgestrahlt werden. <BR /><BR /><BR /><b><div class="img-embed"><embed id="1284207_image" /></div> Wie kam es dazu, dass Sie selbst mitwirken?</b><BR />Stefan Brunner: Ich übernahm eine Doppelrolle als Bobcat-Fahrer – direkt neben Schauspieler Lorenzo Aloi, der einen der Überlebenden, Fabio Salzetta, verkörperte. Um verschiedene Szenen nachzustellen, musste ich den Bobcat durch den Schnee manövrieren. Für Lorenzo waren die Dreharbeiten auf den rutschigen Flächen alles andere als einfach – und so war ich vier Tage mittendrin im Geschehen.<BR /><BR /><BR /><b><div class="img-embed"><embed id="1284210_image" /></div> Zuletzt fiel auch Neuschnee. Inwiefern bringt das Wetter den Drehalltag durcheinander?</b><BR />Nadine Brunner: Der Neuschnee kann den Drehalltag bereichern, aber auch herausfordernder machen. Natürlicher Schnee sorgt für eine authentische Atmosphäre und spart gegebenenfalls Kosten für künstlichen Schnee. Die Bilder wirken echter, das Licht wird weicher reflektiert und die Stimmung gewinnt an Qualität. Gerade bei winterlichen Szenen ist das ein Mehrwert. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Gleichzeitig bringt das Wetter immer eine gewisse Unberechenbarkeit mit sich: Neuschnee kann Zeitpläne durcheinanderbringen, da Zufahrten geräumt, Technik geschützt und Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden müssen. <BR /><BR /><b>Gedreht wurde auch auf der Villanderer Alm und im Dorf. Eine gute Werbung für Villanders ?</b><BR />Andreas Brunner: Natürlich kann ein solcher Dreh Vorteile bringen. Rund 120 Leute mussten untergebracht werden, 40 davon schliefen bei uns, 80 Personen waren auf Villanderer Betriebe verteilt. Gedreht wurde auch im Kaufhaus von Villanders. Alles in allem war es eine Win-Win-Situation würde ich sagen.