„Im Film geht es um die Liebesgeschichte einer iranischen Frau über 30 Jahre hindurch. Während sie sich tiefgreifend ändert, wechseln sich auch die politischen Szenarien in ihrem Land“, berichtet die 47-jährige Bellucci beim Ischia Global Fest auf der Insel Ischia. Der Film, den Ghobadi beim Filmfestival in Venedig vorstellen will, spielt vor und nach der Revolution im Iran.„Es war interessant, die Rolle einer Frau zu übernehmen, die so weit Weg von meiner Kultur ist. Es ist auch schön, eine Person zu spielen, die sich in der Zeit entwickelt. Man sieht mich, als die Frauen im Iran noch frei waren und Miniröcke und Stiefel tragen konnten, und dann mit dem Tschador, nachdem die Revolution die iranische Kultur und Gesellschaft tiefgreifend geändert haben“, erklärte Bellucci nach Angaben italienischer Medien."Nicht sexy wie mit zwanzig"Die südländische Schönheit befürchtet das Altern nicht. „Eine reife Frau hat viel zu geben, wenn sie die richtige innere Entwicklung gemacht hat. Man ist vielleicht nicht sexy wie mit zwanzig, man kann aber trotzdem attraktiv sein. Man darf jedenfalls nicht um jeden Preis jünger erscheinen wollen, das ist kindisch. Ich lebe gut mit meinen Gesichtsfalten zusammen. In zehn Jahren werde ich vielleicht anderer Meinung sein, man muss das Leben akzeptieren. Für eine Schauspielerin können übertriebene Schönheitsoperationen gefährlich sein. Man muss die Gesichtsmuskeln bewegen können“, sagte Bellucci.Die Schauspielerin tritt auch in der französischen Komödie der Regisseurin Daniele Thompson „Des gens qui s'embrassent“ auf. „Es ist die Geschichte einer Familie, in der Liebe und Hass stets eng verbunden sind. Daniele Thompson zeigt in ihrem Film all die Schwierigkeiten, die mit dem Leben in einer Familie verbunden sind. Bisher hatte ich noch nie so eine reine Komödie gespielt. Selten habe ich mir Regisseurinnen gearbeitet“, so Bellucci. apa