Mittwoch, 15. April 2020

Klassenbildung und Plansoll für die nächsten 3 Jahre festgelegt

Die Landesregierung hat am Mittwoch den Rahmen zur Klassenbildung und für das Plansoll der Grund-, Mittel- und Oberschulen für die kommenden 3 Jahre vorgegeben.

Die maximale Klassengröße bleibt mit maximal 25 Schülern unverändert.
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Die maximale Klassengröße bleibt mit maximal 25 Schülern unverändert. - Foto: © Taylor Wilcox/Unsplash
Auf der Grundlage von Schülerzahlen und Unterrichtszeiten hat die Landesregierung am Mittwoch die Spielregeln für die Klassenbildung an den Grund-, Mittel- und Oberschulen sowie das Plansoll für die kommenden 3 Schuljahre (also bis 2022/23) festgelegt. Die Beschlussvorlage war von den 3 Bildungslandesräten Philipp Achammer, Giuliano Vettorato und Daniel Alfreider gemeinsam eingebracht worden.

Die maximalen Klassengrößen bleiben in Grund- und Mittelschule im Sinne des heutigen Beschlusses mit maximal 25 Schülern unverändert. In der Oberschule dürfen bis zu 27 Schülerinnen und Schüler gemeinsam in einer Klasse sein, wobei die Zahl im Laufe des Unterrichtsjahres bis auf 29 erhöht werden kann. Bei der Klassenbildung gehen die Schulen beziehungsweise die Schulführungskräfte nach Grundsätzen der Ausgewogenheit vor: Bei Zusammensetzung der einzelnen Klassen soll auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich Geschlecht, Leistungsniveau, Migrationshintergrund und besonderer Bedürfnisse geachtet werden.

Stellen der Lehrpersonen

Das Stellenkontingent für die Lehrpersonen beträgt 5789 Stellen an den deutschen, 1871,75 an den italienischen und 323,60 an den ladinischen Schulen und hat somit gegenüber dem laufenden Dreijahreszeitraum keine großen Änderungen erfahren.

Definiert wird auch diesmal das Kontingent der Lehrpersonen, die laut dem Ergebnis von rechts- oder arbeitsmedizinischen Untersuchungen für den Unterricht nicht geeignet ist. Es handelt sich um 30 Stellen an den deutschsprachigen Schulen, 20 an den italienischen und 6 an den ladinischen. Bestätigt wurde das Stellenkontingent für die Leitung und Koordinierung der Praktika der Studentinnen und Studenten der Fakultät für Bildungswissenschaften. Verbessert wurde die Möglichkeit, bei geänderten Bedürfnissen schnell und unbürokratisch Stellen zwischen den Schulstufen und den Haushaltsjahren verschieben zu können.

„Dieser heutige Beschluss enthält ein wesentliches Instrument, um den Schulen für die kommenden 3 Jahre Planungssicherheit zu garantieren“, sagt Landesrat Philipp Achammer. „Damit ist es gelungen, Stellen, die bisher jährlich finanziert wurden, in eine vorausschauende Planung aufzunehmen.“

Aktualisierte Schulranglisten nur in Südtirol

Der italienische Bildungslandesrat Giuliano Vettorato verweist darauf, dass die Schule Südtirols italienweit die einzige mit aktualisierten Schulranglisten sei. Als wesentliche Neuerung des heutigen Beschlusses bezeichnet er die neuen 40 Vollzeitstellen, die von der italienischen Bildungsdirektion finanziert werden, sowie 15 Stellen an den Sprachzentren, womit die Gesamtzahl auf 1871,75 Stellen anwächst. „Die italienische Schule verzeichnet im Vergleich zu vor 5 Jahren einen Zuwachs von 512 Schülern“, betont der Landesrat. Dies sei ein Zeichen, dass sie gesund sei.

Die ladinische Schule verfügt somit über 323,60 Stellen für die nächsten 3 Jahre. Insgesamt wurden 2 bereits existierende Stellen für die sprachliche Bildung in den Stellenplan der ladinischen Schule aufgenommen. Aufgrund der Anträge der einzelnen Direktionen über die Klassenbildung wird dann das funktionale Plansoll an die einzelnen Direktionen festgelegt. „Unabhängig der Unsicherheit über die weitere Entwicklung setzen wir mit diesem Beschluss die Planungen für die kommenden Schuljahre fort“, sagt der ladinische Landesrat Daniel Alfreider.

lpa

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