Montag, 08. April 2019

Konservatorium-Orchester lädt zum ersten gemeinsamen Konzert

Mit einem symphonischen Konzert im Michelangeli-Saal des Bozner Konservatoriums wird sich das neu gegründete Philharmonische Orchester der beiden Konservatorien von Bozen und Trient am Freitag, 12. April um 20 Uhr erstmals der Bevölkerung präsentieren.

 Die beiden Konservatorien von Bozen und Trient haben ein gemeinsames Orchester gegründet.
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Die beiden Konservatorien von Bozen und Trient haben ein gemeinsames Orchester gegründet. - Foto: © D

Es handelt sich hierbei um ein „anspruchsvolles und wunderbares Projekt“, unterstreicht der Direktor des Konservatoriums Bozen, Giacomo Fornari. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Musizieren, „der wohl interessanteste und für die Ausbildung wertvollste Teil in der Laufbahn eines Musikers“, wie Massimiliano Rizzoli der Direktor des Konservatoriums „Bonporti“ von Trient und Riva del Garda hinzufügt.

Mit der Einführung der neuen Studienordnung wurden die Konservatorien mittlerweile den Hochschule gleichgestellt und die Ausbildungsziele  wurden angepasst. Den Grundstein des Studiums bildet zwar nach wie vor die individuelle Ausbildung der jungen Musiker. Gleichzeitig werden diese jedoch mehr und mehr dazu ermutigt, sich der „Herausforderung“ künstlerischer Produktionen zu stellen – ein Bereich, dem die Konservatorien seit jeher nahe stehen.

Mehr Musikproduktion für die Konservatorium-Schüler

Genau wurde ein neues gemeinsames Orchesters der beiden Konservatorien gegründet, das nun zu seinem ersten Konzert lädt. Dargeboten werden dabei 2 symphonische und konzertante Meisterwerke aus dem 19. Jahrhundert. So erklingt Antonín Dvor?áks 9. Symphonie – besser bekannt als „Symphonie aus der Neuen Welt“ –, die während eines Amerika-Aufenthalts des Komponisten im Jahr 1893 entstand und im Dezember desselben Jahres in den Vereinigten Staaten uraufgeführt wurde. Allgemein als Perle unter den symphonischen Meisterwerken aus dem späten 18. Jahrhundert angesehen, kombiniert die letzte Symphonie Dvor?áks Elemente volkstümlichen Ursprungs mit der Komplexität der zeitgenössischen europäischen Musiksprache und erfreut sich dank ihrer künstlerischen Qualität nach wie vor größter Beliebtheit.

Zweiter Höhepunkt des Abends ist hingegen eines der Vorzeigewerke des deutschen Komponisten Carl Maria von Weber, das Konzert für Fagott und Orchester Op. 75, komponiert im Jahr 1811 und 2 Jahre später in Prag dem Publikum präsentiert. Geschrieben von einem Komponisten, der unter jenen der Romantik als einer der größten Erforscher des klanglichen Ein- und Ausdrucks gilt, besteht das Wesen des Konzerts gerade darin, ein Instrument und dessen Möglichkeiten zu erkunden und in den Mittelpunkt zu stellen, das nicht unbedingt zu den Protagonisten der romantischen Literatur zählt.

Als Solist wird Augusto Velio Palumo (Student der Klasse für Fagott von Alberto Santi am Konservatorium „Bonporti“ in Trient) auf der Bühne stehen, geleitet wird das Philharmonische Orchester der beiden Konservatorien von Massimo Lambertini, einem Dirigenten, der auf eine weitreichende Konzertlaufbahn im In- und Ausland zurückblicken kann.

Der Eintritt ist frei.

stol

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