Die Sterzinger Osterspiele wurden mit dem Konzert von „Flouraschworz“ eröffnet. Auf dem Programm stehen weitere Theater- und Konzertabende. Ein Überblick, was sonst noch alles geplant ist. <BR /><BR />Im Vorjahr stellten sich die Sterzinger Osterspiele die Frage „Was bleibt?“. Heuer lautet das Schlagwort „Resonanz“. Warum dieser Begriff?<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1007288_image" /></div> Armin Haller: Resonanz in der Physik oder Musik meint das Mitschwingen eines Körpers, zum Beispiel einer Saite oder des Klangkörpers mit einem auslösenden Impuls. 2 Körper gehen sozusagen eine immaterielle, energetische Verbindung ein. <BR /><BR />Inwiefern können kulturelle Veranstaltungen dazu beitragen, Resonanz zu schaffen und aktuelle gesellschaftliche Themen in den Fokus zu rücken?<BR /><BR />Haller: Im engeren Sinn kann hoffentlich die Musik in unseren Konzerten die Menschen emotional in „Schwingung“ versetzen. Aber auch die verbale und szenische Botschaft in einem Theaterstück sollte bei den Zuschauern einen Widerhall auslösen. Dazu ist es allerdings notwendig, dass sie auf der gleichen „Wellenlänge“ liegen, sich öffnen und auf den Impuls einlassen. <BR /><BR /> Erstmals seit der Corona-Pandemie steht das Vigil-Raber-Kuratorium bei den Osterspielen mit einer Eigenproduktion auf der Bühne. Was ist das Besondere an dem Stück „Tagfinsternis“?<BR /><BR />Haller: Das Stück zeigt welche emotionalen und zwischenmenschlichen Spannungen Menschen durch Vertreibung und Flucht aber auch zwischen vermeintlicher Sicherheit und innerer Zerrissenheit erleben können und rückt damit hochaktuelle Fragen in den Fokus. Sich darauf einzulassen, in Resonanz zu gehen ist sowohl für die Ausführenden als auch für das Publikum Herausforderung aber auch Bereicherung.<BR /><BR />Die Osterspiele bieten ein Programm, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Was sind Ihre persönlichen Programmhöhepunkte?<BR /><BR />Haller: Eben weil für jeden etwas dabei sein sollte, möchte ich keine einzelnen Höhepunkte hervorheben. Aus der Sicht der Familie mit kleinen Kindern ist es vielleicht das Märchen „Tischlein deck dich“ als bezauberndes Figurentheater, für den Liebhaber barocker Sakralmusik sind es die Rosenkranzsonaten von H.I.F. Biber und für den Fan der Bürgerkapelle deren Osterkonzert. Entscheidend ist, sich darauf einzulassen und in Resonanz zu kommen. Ich persönlich bin sehr gespannt auf die „Tagfinsternis“, werde aber natürlich ganz im Sinne unseres Festivalanspruchs alles sehen, hören und erleben.<BR /><BR /><BR /><BR />Nach dem Auftaktkonzert mit der Vinschger Band „Flouraschworz“ geht es im Programm der Osterspiele mit einem Figurentheater für Kinder ab 4 Jahren weiter: <BR />Am kommenden Sonntag gibt es um 16 Uhr im Vigil-Raber-Saal ein Puppenspiel mit Livemusik. Gezeigt wird das Märchen „Tischlein deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“. <BR />Am Mittwoch, 20. März, um 20 Uhr feiert das Vigil-Raber-Ensemble mit dem Stück „Tagfinsternis“ im Stadttheater Südtirolpremiere. Die aus St. Petersburg stammende Autorin Julya Rabinowich hat in ihrem Familiendrama zum Teil ihre eigene Migrationsdramatik verarbeitet. Weitere Aufführungen gibt es am 22. und 26. März um 20 Uhr sowie am 24. März um 18 Uhr. <BR />Am 23. März steht ein musikalischer Höhepunkt auf dem Programm: „TENEBRAE 1652 – Passionsmusik am Wiener Kaiserhof“, ein Projekt der Innsbrucker Hofmusik. Beginn ist um 20 Uhr in der Margarethenkirche. <BR />Musik zur Karwoche gibt es am 25. März um 20 Uhr im Kreuzkirchl, mit den „Rosenkranzsonaten“ von H.I.F. Biber. <BR />Den Abschluss bildet wie immer das Osterkonzert der Bürgerkapelle Sterzing am Ostersonntag, 31. März, um 20 Uhr im Stadttheater.<Rechte_Copyright></Rechte_Copyright> <Infos>Infos und Reservierungen online unter www.osterspiele.it oder telefonisch im Tourismusverein Sterzing unter 0472 76 53 25.</Infos>