Montag, 30. September 2019

„Kulturen im Dialog“: wissenschaftlicher Austausch auf mehreren Ebenen

Zum 6. Mal fand das Jungakademiker-Forum „Kulturen im Dialog“ an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen in Brixen statt.

Bei der Prämierung der besten wissenschaftlichen Arbeit: Prof. Walter Schicho/Uni Wien (v.l.), Luca Doll/Uni Innsbruck, Gisela Mayr/Uni Gießen, Esther von Stosch/Uni Köln, Deborah Pichler/Uni Innsbruck, Prof. Annemarie Profanter/unibz und Prof. Anna Aluffi Pentini.
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Bei der Prämierung der besten wissenschaftlichen Arbeit: Prof. Walter Schicho/Uni Wien (v.l.), Luca Doll/Uni Innsbruck, Gisela Mayr/Uni Gießen, Esther von Stosch/Uni Köln, Deborah Pichler/Uni Innsbruck, Prof. Annemarie Profanter/unibz und Prof. Anna Aluffi Pentini.

Die lange Tradition, die die Förderung von Jungakademikern und Jungakademikerinnen durch die Universität Bozen hat, dokumentierte die einleitende Präsentation des fünften Sammelbandes „Kulturen im Dialog“ durch Prof. Annemarie Profanter. Im Rahmen der diesjährigen Präsentation wurde auch die innovativste Arbeit mit 1.000 Euro prämiert.

Eine internationale, interdisziplinäre Kommission wählte Arbeiten aus, die die Verfasser vor Publikum vorstellten. Die Gewinnerin des diesjährigen Jungforscherpreises ist Gisela Mayr. Sie schloss Ihre Dissertation an der Universität Gießen ab und behandelt in ihrer Studie den Zusammenhang zwischen Mehrsprachigkeit und Interkulturalität in Südtiroler Schulklassen. Anhand unterschiedlicher Unterrichtsmodule konnte sie zeigen, welche Bedeutung multilinguale Fähigkeiten für interkulturelle kommunikative Kompetenz haben.

Interdisziplinärer und interkultureller wissenschaftlicher Austausch

Ziel des Forums „Kulturen im Dialog“, war auch dieses Mal der interdisziplinäre und interkulturelle wissenschaftliche Austausch. Luca Doll, Student der Geografie und Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck, präsentierte seine Arbeit zum Thema postnationale Grenzregime und deren Einfluss auf die europäische Identifizierung. In der Präsentation verwies er darauf, dass in den österreichischen Medien „die Anderen“ im Vergleich zu Menschen des eigenen Kulturkreises als homogene Gruppe dargestellt werden.

Esther Van Stosch, Absolventin der Universität Köln, befasste sich in ihrer Arbeit mit der Darstellung der islamischen Welt in Wolframs von Eschenbach Parzival. In der anschließenden Diskussion wurde die Bedeutung einer Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ in mittelalterlichen Texten für heutige gesellschaftspolitische Fragestellungen thematisiert.

Deborah Pichler der Universität Innsbruck fordert in ihrer Studie, dass italienische Literatur im Zweit- und Fremdsprachenunterricht an die jeweils eigene Kultur der Schüler anknüpfen soll, um diese verständlicher und interessanter zu vermitteln. Sie fordert Lehrpersonen dazu auf, ihre Schüler im Verstehen von Texten zu begleiten, die Freude am Lesen neu zu wecken, indem die Schüler an ihre persönlichen Erfahrungen und an ihr eigenes kulturelles Wissen anknüpfen.

stol

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