Mittwoch, 25. September 2019

Kunst am Gletscher

Ein 410 Meter langer Besinnungsweg auf einem Grat unter dem Glacier Hotel Grawand am Schnalstaler Gletscher, der durch 9 Tore zu einer Aussichtsplattform führen wird – die geplante Installation des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson, initiiert vom Verein Talking Waters Society, wurde am Dienstag in Bozen vorgestellt.

Olafur Eliasson (links) und Ui von Kerbl mit einer Skizze des Schnalstaler Kunstprojekts.
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Olafur Eliasson (links) und Ui von Kerbl mit einer Skizze des Schnalstaler Kunstprojekts. - Foto: © D

Die 9 Tore symbolisieren 5 vergangene Eiszeitalter und die Plattform mit Aussicht auf den Hochjochferner, die Staatsgrenze und das Schnalstal, wird von einer Sphäre umhüllt, die die Zeit durch den Sonnenstand sichtbar macht. Dieses Kunstwerk soll ein Zeichen für die Schönheit, aber ebenso für die Zerbrechlichkeit der Umwelt setzen – deshalb wird es passenderweise an der Hoheit des schmelzenden Gletschers Stellung beziehen.

Eliasson, Meister des Lichts und der Elemente, verfärbte bereits ganze Flüsse grün, baute die Sonne nach und ließ Wasserfälle direkt aus dem Himmel über den Gärten von Versailles und von den Trägern der Brooklyn Bridge fallen. Das Projekt am Schnalstaler Gletscher kam vor allem durch die Vermittlung von Ui von Kerbl, den Gründer der Talking Waters Society, zustande: „Olafur fand meine Idee sehr interessant, von der Location am Hochjochferner aber war er sogar begeistert“, erinnert sich Kerbel.

Nach der offiziellen Geburtsstunde am Dienstag ist zur Sommersonnenwende am 20. Juni 2020 die Enthüllung und Eröffnung der Installation geplant.

stol/bea

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