Dienstag, 24. Januar 2017

00A Gallery Meran: "Bye bye, for now"

Die 00A Gallery in Meran schließt die Tore. Nach neuen Monaten Ausstellungstätigkeit, mit dem Ziel die Südtiroler Fotografie im allgemeinen und im besonderen die analoge Recherche zu fördern, beendet die von Meraner Fotografen Christian Martinelli initiierte Galerie ihr Programm mit der Ausstellung „Bye bye, for now“ ab.

Die 00A Gallery in Meran bei der Eröffnung. - Foto: Nicola Morandini
Die 00A Gallery in Meran bei der Eröffnung. - Foto: Nicola Morandini

Die Gruppenpräsentation umfasst Werke der sieben Südtiroler Künstlerinnen und Künstler die 2016/2017 in der Galerie ausgestellt haben: Ulrich Egger, Werner Gasser, Elisabeth Hölzl, Christian Martinelli, Nicola Morandini, Simon Perathoner und Andrea Salvà.

Verschiedene Tendenzen der künstlerischen Fotografie

Die Ausstellung ermöglicht den Besuchern eine einmalige Erfahrung, indem verschiedene Tendenzen der künstlerischen Fotografie Seite an Seite betrachtet und unterschiedliche technische Verfahren der Fotoentwicklung und des Drucks erlebt werden können.

Zu sehen sind, die 200 Jahre Fotogeschichte prägenden, vollkommen analogen Techniken, genauso wie Filme die analog oder digital gedruckt wurden, digitale Überarbeitungen und Reflexionen zum fotografischen Kodex im Rahmen des Analogen und Digitalen.

Vernissage am Samstag, den 28. Jänner

Die Gruppenausstellung ist im Herzen des historischen Altstadtviertels „Steinach“ in der Ortensteingasse 4, am Samstag, 28. Jänner ab 14 Uhr zugänglich.

Die Ausstellungseröffnung gestaltet sich als Abschlussfest bei dem noch einmal auf die Aktivitäten der Galerie zurückgeblickt werden kann, alle am Projekt Beteiligten zusammenkommen und sich verabschieden.

Durch die mit Bedacht ausgearbeitet Projekte, die Präsentation bisher unveröffentlichte Werke, spannende Themen und besondere Praktiken konnte sich, die vom Verein 00A getragene und von Camilla Martinelli kuratierte Galerie, einen Namen als Kulturort in Meran machen.

00A hat zahlreiche Menschen angezogen

Das spezifische Profil des Ausstellungsraumes, in dem faszinierenden -  aber bis heute wenig aufgewerten - Stadtteil Steinach, legte nicht nur das kreative Potenzial offen, sondern zog auch ein überaus zahlreiches Publikum aus Meran und darüber hinaus an. Mehr als 1500 Interessierte besuchten die Galerie in den letzten neun Monaten.

00A, der Name der Galerie und des Vereins, ist eine Hommage an die ersten Fotogramme - ein Symbol für die Faszination der Entstehung und des Seins des fotografischen Bildes - das gerade aus diesem „Nullpunkt“ entsteht.

Ort des kulturellen Dialogs

Das Experimentieren mit der Fotografie anhand verschiedener Techniken war wichtiger Bestandteil aller für den Ausstellungsraum entwickelten Projekte. Die Galerie verstand sich als Ort des kulturellen Dialogs in Meran und konnte dank der Unterstützung der Gemeinde Meran, der Autonomen Provinz Bozen und der Stiftung Südtiroler Sparkasse, sowie der Firmen Siller Treppen und Naturafit bestehen.

00A als Impuls

Die Galerie wird den Meranern, aber nicht nur ihnen, fehlen. Laut den Worten des Initiators Christian Martinelli, war es auch ein a priori mitgedachtes Ziel, eine Leere zu hinterlassen. In nächster Zeit soll über das Projekt als ein gelungenes gesprochen werden, an das man sich gerne erinnert und dessen Fehlen und das Bedürfnis nach ihm, spürbar ist.

In Meran gibt es keinen Ort, der sich mit der Aufwertung der Südtiroler Fotografie beschäftigt. Es ist an der Zeit, dass Meran an seine glorreichen Zeiten anschließt und dass die Erfahrung der 00A ein Impuls für die Etablierung neuer Kunstorte in der Stadt ist.

Die Gruppenausstellung „Bye bye, for now“ bleibt auch am Sonntag, 29. Jänner von 14 bis 21 Uhr zugänglich. Der Eintritt ist frei.

stol

stol