Es handelt sich um eine ehemalige Brillenfabrik, die nach zehn Jahren wieder ihre Tore öffnet und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kuratoren sowie einer Auswahl von Privatgalerien einen Zyklus von 14 Ausstellungen organisiert. Goethe Galerie mit Hubert Kostner vertretenDie Goethe Galerie ist mit einer Ausstellung des Kastelruther Künstlers Hubert Kostner vertreten, der im APL West Nr. ein Site-Specific-Projekt ausgeführt hat. Dabei handelt es sich um eine Installation, in der es um die Nordkante des Monte Agner (2871 Meter) geht. Diese klassische Wand, die mit ihren 1600 Metern eine der höchsten der Alpen ist, wurde zum ersten Mal im Jahr 1921 von Iori, Andreoletti und Zanutti bestiegen, während die erste Winterbegehung 1968 von Messner und Mayerl durchgeführt wurde.Die Arbeit von Hubert Kostner besteht aus 1600 Meter Kletterseil, das zu einem Ball zusammengerollt und auf einem Kiesbett aus Dolomitgestein installiert wurde. dieses breitet sich über den gesamten Ausstellungsraum aus und sprengt dessen Grenzen. In der Vorstellung des Künstlers verändert sich die Dimension, die Räumlichkeit der senkrechten Wand völlig, indem sie zur Kugel wird. Durch dieses Verschieben der Kontexte wird das Seil vom Sicherungsmittel zu einem Ausdrucksmittel, und gleichzeitig wird dem Charakter des Berges als gefährlicher und feindseliger Ort ein spielerischer Aspekt entgegengesetzt, das Spiel mit dem Ball.Das Werk stellt also eine Reflexion über den Alpinismus, über das Klettern, über die allgemeine Vorstellung eines Kletterweges dar, und zwar in Bezug auf einen künstlerischen Weg: Beide, jener des Alpinisten wie jener des Künstlers, sind Wege des Suchens und als solche durch den Willen zur vertikalen Erforschung vereint.Das Werk wurde in Zusammenarbeit zwischen Dolomiti Contemporanee, Goethe Galerie (Bozen) und SALEWA verwirklicht.