Eine Querflöte, die auch als Spazierstock und Degen dienen kann, oder der Fuß einer Mumie, seien nur einige wenige kuriose Objekte aus den sieben Sammlungen des Ferdinandeums, erklärte Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen, am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Innsbruck.„Die Schau erzählt von den individuellen Herkunftsgeschichten der Objekte und ihren oft ungewöhnlichen Wegen ins Museum“, erzählte Meighörner. Das älteste Objekt in der Ausstellung sei ein rund 3.000 Jahre alter, rechter Fuß einer ägyptischen Mumie. „Der brachial abgebrochene Körperteil zeugt vom respektlosen Umgang mit ägyptischen Grabbeigaben seit Napoleons Ägyptenfeldzug und dem florierenden Antiquitäten- und Souvenirhandel im 19. und frühen 20. Jahrhundert“, sagte der Museumsdirektor.Ein fünf Millimeter hohes Buch, Liebesbriefe eines japanischen Fans an Hansi Hinterseer und die Kabine des ältesten Aufzugs aus Innsbruck, sind ebenfalls Teil der Ausstellung. „Wir wollen Objekte zeigen, die man sonst nicht sehen kann und damit auf die Bedeutung von Sammlungen hinweisen“, sagte Meighörner. Auch die Alltagskultur spiele eine wichtige Rolle in der Schau. Zuckersäckchen aus verschiedenen Zeiten und Ländern sowie die Maskottchen Trix und Flix der Fußballeuropameisterschaft 2008 sind zu sehen.Außerdem könne jeder die Ausstellung selbst aktiv mitgestalten. „Die Besucher sind dazu aufgefordert zu zeigen was in ihrem Sinne kurios und merkwürdig ist“, berichtete Meighörner. Sieben leere Vitrinen sind bereitgestellt, in denen die Besucher ihre eigenen Objekte ausstellen können. „Wir wollen den Begriff des partizipativen Arbeitens umsetzten und damit zeigen, dass wir keine Burg des Herrschaftswissens sind“, sagte der Museumsdirektor.Die Ausstellung ist bis 5. Jänner 2014 zu sehen.APA