Von der Auseinandersetzung mit Menschen, deren Beziehungen zueinander, bis hin zu Wahrnehmung von Landschaft, reicht das Spektrum der Arbeiten von Johannes Inderst. Mit der Werkreihe „Paare“ stellte er sich erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor. Dieser Zyklus zeigt Menschen in ihren partnerschaftlichen Beziehungen. So wurden beispielsweise Mutter-Tochterbeziehungen, Freunde, Liebespaare im Portrait aufgenommen dargestellt.In den Landschaften sind die Menschen zwar augenscheinlich verschwunden, doch auch hier sind die Berührungspunkte zu diesen spürbar. „Moränen-Wald“ ist eine umfassende Themenreihe, wo Körperlichkeit von Geröllfeldern zum zentralen Element der Darstellung werden und Raum installativ umgesetzt werden. Immer wieder ergibt sich zwischen so genannten „Naturräumen“ und gestalteten Wäldern Verbindungen, die sich erst bei genauerer Betrachtung offenbaren. Im Spannungsfeld dieser Wechselwirkung zwischen Mensch und seiner Neigung zu gestalten , bewegen sich diese Arbeiten. „Wucherungen“ beispielsweise sind Aufnahmen von überwachsenen Bäumen, die skulpturalen Charakter erhalten, eine sich überlassene Künstlichkeit erfahren, allein durch das Unberührtsein für einen längeren Zeitraum.Die Fotografien zum Thema „Apfelbaum“ spielen hingegen mit dem der Isolation von genutzten Räumen und deren Erscheinungsbild.Die Medien, die der Künstler anwendet sind vorwiegend die Fotografie, gefolgt vom Film und der Skulptur. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten sind in einem aufgelassen Faunamuseum aufgenommen und schließen den Kreis zwischen Naturraum, Kunstraum und Menschen. Die Rauminstallation ergänzt die fotografische Ebene und soll den Besucher zum Verweilen einladen. BiographieGeboren 1967 in Meran AutodidaktFotografie, Film, Installation Lebt in Meran, arbeitet in BozenAusstellungenGalerie Prisma, „Paare“ Kunst Meran, „Werdende Wahrzeichen“Galerie Fotoforum Bozen, „Moränen-Wald“