Donnerstag, 21. Juni 2018

Ai Weiwei in Marseille: Tonnenschwere Hommage an Vater

Für seine Ausstellung in Marseille hat sich der chinesische Starkünstler Ai Weiwei etwas Besonderes einfallen lassen. Er hat einen riesigen Flaschentrockner auf den Kopf gestellt und 61 Kronleuchter an ihm befestigt.

Ai Weiwei.
Ai Weiwei.

Die Lüster stammen alle aus den 1920er- und 1930er-Jahren, denn das Werk ist eine Hommage an seinen Vater, den Dichter und Maler Ai Qing, der 1929 in Marseille erstmals europäischen Boden betrat.

„Fan-Tan“, der Titel der Werkschau, spielt auf ein chinesisches Glücksspiel an. Der Schauplatz der Ausstellung, das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem), ist nur wenige Meter von dem Ort entfernt ist, an dem Ai Qing am 12. April 1929 an Bord des Passagierdampfers André Lebon in Europa ankam. Sein Ziel war Paris, wo er bis 1932 blieb.

stol

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