Im Jahr 2007 begannen die ARTbrothers kraxentrouga mit dem Projekt „Südtirol ist schön“. Es ist nach Angaben der Künstler "eine Reaktion auf die inszenierte Bildsprache der Dachmarke Südtirol, in dem das urbane Südtirol nicht vorkommt, und an 365 Tagen die Sonne lacht". Die klischeehaften Postkartenmotive suggerieren für die beiden eine aufgesetzte Natürlichkeit, die wenig mit den Realitäten zu tun hat.Den Zielgruppen der Destination Südtirol wird demnach ein Bild von Südtirol vorgegaukelt, das gespickt ist mit einer positiven Gefühlssprache, welche die Schattenseiten der gesellschaftlichen Realitäten ausklammert. "Es geht um das Verkaufen eines Produktes, und von Seiten der Politik stand nie zur Diskussion, ob die Südtiroler damit einverstanden sind, ein Teil dieser einseitigen Produktpalette zu sein", so die Aussendung der Galerie foto-forum. Um dieses Statisten-sein visuell zu verdeutlichen, haben ARTbrothers kraxentrouga den Dachmarkenberg mit Legosteinen nachgebaut und für das Projekt „Südtirol ist schön“ verwendet. Bei diesem Projekt der ARTbrothers kraxentrouga ist Armin Mutschlechner der kreative Kopf. Bei „Südtirol ist schön“ steht das Einfangen von Stimmungsbildern im Vordergrund und nicht der Anspruch Hochglanzfotos zu produzieren. Mit der Ausstellung in der Galerie foto-forum in Bozen wird das Projekt abgeschlossen. Die 45 Fotoarbeiten können aber weiterhin online unter www.suedtirol-ist-schoen.eu abgerufen werden.Die „ARTbrothers kraxentrouga“ Armin Mutschlechner (Mühlbach) und Luis Seiwald (Gsies) - beide Jahrgang 1969 - sind die Dioskuren der Südtiroler Kunstszene. In gemeinsamen Auftritten entwickeln sie originelle Kooperationen, die Kunst als raumbezogenes Event und als sozialen Akt begreifen. Auf den ersten Blick wirken ihre Aktionen verblüffend schlicht, bei näherem Hinsehen entpuppen sie sich jedoch als subtile Environments.Die Ausstellung "Südtirol ist schön – Wir sind ein Produkt" wird am Freitag, 22. Februar um 19 Uhr eröffnet und ist bis 16. März zu sehen.