Am Bahnhof lässt sich die wechselvolle baugeschichtliche Entwicklung deutlich ablesen. Das Gebäude wurde den Erfordernissen und dem gestiegenen Mobilitätsbedarf angepasst, mehrfach erweitert, aus- und umgebaut, so nach dem Bau der Meraner Bahn (1881), der Überetscherbahn (1898) und dem Ausbau als Frachtenbahnhof. Ein 1909 unter dem Bozner Stadtbaumeister Gustav Nolte geplanter großzügiger Umbau, wurde nicht verwirklicht. Sein heutiges Aussehen erhielt der Bahnhof Bozen 1928 nach den Plänen des italienischen Regimearchitekten Angiolo Mazzoni. Die pflegliche Sanierung trägt seiner Handschrift Rechnung. Die von „Centostazioni“ durchgeführten Restaurierungsarbeiten haben sich über mehrere Jahre erstreckt und wurden 2011 abgeschlossen.Einblick geboten wird auch in die geplante Umgestaltung des Bahnhofsareals, wonach das historische Bahnhofsgebäude erhalten bleibt. Im Zukunftsszenario von Architekt Boris Podrecca vorgesehen sind ein neuer Mobilitätsknotenpunkt und das Stadtviertel der kurzen Wege.