Freitag, 28. Mai 2021

Ausstellung „Orte“: „Noch nie wurde so eifrig diskutiert“

Die Galerie für zeitgenössische Kunst im alten Kalterer Gefängnis zeigt zurzeit die Ausstellung „Orte“ der beiden Künstler Umberto Cavenago und Ulrich Egger. Deren Kunstwerke werden dabei in den Zellen des Ex-Gefängnisses sowie in einer als Gefängniszelle dienenden Installation gezeigt, die direkt vor dem Rathaus am Marktplatz aufgestellt wurde. „Das Kunstwerk regt zum Nachdenken und Diskutieren an, was die Passanten auch rege tun“, sagt Irene Hell, die Präsidentin der Galerie.

Die Installation La 74 von Umberto Cavenago steht vor der breiten Treppe zum Kalterer Rathaus und soll dort zum Reflektieren und Diskutieren anregen.
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Die Installation La 74 von Umberto Cavenago steht vor der breiten Treppe zum Kalterer Rathaus und soll dort zum Reflektieren und Diskutieren anregen. - Foto: © jo
„Die seit dem Jahre 2006 regelmäßig bespielte Galerie im alten Kalterer Gefängnis ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt, die Kalterer besuchen sie aber eher spärlich. Das Werk von Umberto Cavenago auf dem Marktplatz möge nun den einen und die andere auch dazu motivieren, ,ihr Gefängnis„ aufzusuchen,“ sagt Irene Hell, die Präsidentin der Galerie.

Ein Ziel hat die Installation am Marktplatz bereits erreicht: Es wird in Kaltern darüber diskutiert. „Wahrscheinlich wurde noch nie im Dorf so eifrig über eine Ausstellung der Galerie Gefängnis Le Carceri debattiert und diskutiert,“ sagt auch der zuständige Kalterer Kulturreferent Christoph Pillon.

„Kunstwerke sollen zum Nachdenken und Diskutieren anregen, was die Passantinnen und Passanten auch rege tun“, sagt auch Irene Hell.

Diskussionen gab es aber auch schon bei der Aufstellung der Installation: „Es gab angeregte Diskussionen über den genauen Standort, weil Kaltern ja voll durchstarten will. Für Veranstaltungen sollte der Platz großteils verfügbar sein. Der Künstler fühlte sich mit seinem Werk aber in die Ecke gedrängt. Diplomatisches Geschick auf beiden Seiten führte dann zu einer für beide Seiten annehmbare Lösung“, sagt Irene Hell.

Die Installation auf dem Marktplatz wird während der Ausstellungszeit 2 Mal verlegt werden. „Nach Abschluss der jeweiligen Veranstaltungen erhält das Kunstwerk dann wieder den prominenten Platz vor der breiten Treppe zum Rathaus und dort regt die jetzt friedliche Kriegsmaschine zum Reflektieren und Diskutieren an“, sagt die Galerie-Präsidentin.

„Die Gemeindeverwaltung hat zugestimmt, dass die Installation La 74 von Umberto Cavenago am Marktplatz stehen darf, um auf die zeitgleich laufende Ausstellung von Cavenago und Ulrich Egger in der der Gefängnisgalerie aufmerksam zu machen“, sagt Christoph Pillon, der darauf verweist, dass das Kunstwerk noch einen Monat in Kaltern bleiben wird.

jo

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