Die Arbeit von Runo Lagomarsino ist von einer Auseinandersetzung mit den historiographischen, geographischen und mathematischen Modellen gekennzeichnet, die es der westlichen Moderne ermöglicht haben, die gesamte Welt zu kolonialisieren.Der Künstler geht der Frage nach, wie sich das Verhältnis zwischen einer geschichtlich-geographischen Beschreibung des Planeten durch die europäische Ratio und seiner politischen Beherrschung äußert.Lagomarsino versucht sie zu beantworten, indem er von der Perspektive einer vergleichenden Kulturanalyse ausgeht.Im Rahmen der ersten Einzelausstellung des schwedischen Künstlers in Italien wird eine Reihe an jüngeren und bislang unveröffentlichten Arbeiten ausgestellt.Der Fokus dieser Arbeiten liegt auf der Beziehung zwischen dem europäischen Kolonialismus und der Geschichte des südamerikanischen Kontinents vom 16. Jahrhundert bis heute. Die Vernissage findet am Freitag, 15. April um 19 Uhr statt. Dabei wird es auch ein Künstlergespräch zwischen dem Künstler und der deutschen Kunstkritikerin Julia Moritz geben. Die Ausstellung kann bis Samstag, 4. Juni in der ar/ge Kunst Galerie in Bozen besichtigt werden. Die Galerie ist von Dienstag bis Freitag, von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr geöffnet und am Samstag von 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.