Die Ausstellung kann noch am 30. Oktober sowie vom 3. bis zum 5. November betrachtet werden. Andrea Salvà hat in den letzten Jahren eine spezifische Untersuchung über die Bergfotografie durchgeführt, wobei er eine optische Bank aus Holz sowie großformatige Filme verwendet. Die ausgestellten Fine-Art-Drucke in schwarzweiß stellen die Synthese einer langwierigen „handwerklichen“ Arbeit dar, welche der großen Tradition der Bergfotografie in schwarzweiß folgt. Es gibt so viele Arten, die uns umgebende Welt abzulichten, wie es Arten und Mittel gibt, mit denen ein Künstler seiner Vorstellungswelt eine Form geben will. Andrea Salvà versteht seine fotografische Arbeit als materische Umsetzung eines imaginären Ortes, der nicht im Absoluten existiert, sondern unter gewissen räumlichen und zeitlichen Bedingungen real wird. Seine Aufmerksamkeit ist darauf ausgerichtet, den „idealen“ Augenblick eines vorher ausgewählten Ortes zu erfassen, was ihn dazu führt, immer wieder Wege und Bergtäler zu begehen, wobei er auf das adäquate Licht wartet und das Territorium auf eine ganz einzigartige Weise kartografisiert. Besondere Blickwinkel zu einer präzisen Tageszeit und während einer bestimmten Jahreszeit werden zum Anlass eines lange durchdachten Szenariums seiner Fotografie, zu einer Verschmelzung mit dem Idealen, das sich einen Augenblick lang materialisiert. Die Arbeit von Andrea Salvà erinnert aufgrund der verwendeten Materialien sowie der Kenntnis derselben bis ins kleinste Detail an die Genauigkeit eines wissenschaftlichen Experiments: Nichts wird dem Zufall überlassen. Die Kontrolle über alle Voraussetzungen, die zum endgültigen fotografischen Auslöser führen, dehnt sich auch auf die Wahl der natürlichen fotografischen Ambienti aus, die wegen des Klimas, der Jahreszeit und des Lichts einzigartig und unwiederholbar sind.