Menke ist seit 2009 Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt a. M. und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der dritten Generation der „Frankfurter Schule“.„Noch nie in der Moderne gab es mehr Kunst, war die Kunst sichtbarer, präsenter und prägender in der Gesellschaft als heute“, mit diesen Worten eröffnet der Philosoph sein 2013 erschienenes Buch Die Kraft der Kunst. Kunst ist eine der vielen Kommunikationsformen, die die heutige Gesellschaft ausmachen, und zugleich ein Mittel im ökonomischen Verwertungsprozess. Trotz oder gerade angesichts dieser Omnipräsenz der Kunst diagnostiziert Menke einen Verlust dessen, was er als „Kraft“ der Kunst bzw. des Ästhetischen bezeichnet. In seinem Vortrag definiert er die ungeformte, „anarchische“ Kraft, der die Kunst entspringt. In diesem Zusammenhang spricht er auch über das grundsätzlich problematische Verhältnis dieser „Kraft“ zu Kulturinstitutionen, in denen die Kunst gebändigt zu werden droht.Bei diesem artiparlando-Termin wird auch kurz die Publikation der artiparlando-Vorträge 2011/12 vorgestellt, die bei Königshausen & Neumann in Würzburg erschienen ist.ArtiparlandoDienstag, 3. Juni, 20 UhrChristoph Menke, Die Kraft der KunstMuseion PassageDantestr. 6, BozenIn deutscher Sprache. Der Eintritt ist frei.