Mittwoch, 18. November 2020

Black Lives Matter wichtigster Akteur im Kunstjahr 2020

Die internationale Menschenrechtsbewegung Black Lives Matter ist nach Einschätzung des Kunstmagazins „Monopol“ der wichtigste Akteur des laufenden Kunstjahres. „Die neuen Emanzipationsbewegungen in Folge von Black Lives Matter haben es geschafft, die Themen Kolonialismus und Rassismus nicht nur in den USA, sondern auch im Rest der Welt mit einer ganz neuen Dringlichkeit auf die Agenda zu setzen“, begründete Chefredakteurin Elke Buhr die Entscheidung am Mittwoch.

Zahlreiche Graffiti mit George Floyd entstanden nach seinem Tod.
Zahlreiche Graffiti mit George Floyd entstanden nach seinem Tod. - Foto: © APA (AFP) / KEREM YUCEL
„Millionen Menschen demonstrierten, Straßen mit diskriminierenden Namen wurden umbenannt, öffentliche Denkmäler werden neu diskutiert.“

Aus Sicht des Kunstmagazins gibt es auch Auswirkungen auf etablierte Kultureinrichtungen: „Weltweit debattieren Museen darüber, wie sie andere Bevölkerungsschichten erreichen und mehr Angebote für ein migrantisches Publikum machen können, sie mühen sich um mehr Diversität bei Programm und Personal, um Dekolonisierung ihrer Sammlungen.“ Jenseits einer Bewertung verändere sich dadurch die Kulturlandschaft rasant, begründete das Magazin seine Wahl.

apa

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