Mittwoch, 18. September 2019

Düsseldorfer Kunstpalast zeigt Pierre Cardin

Die Models trugen Minikleider, dazu hohe Stiefel und Handschuhe aus schwarzem Lackleder und auf dem Kopf eine schwarze Haube in Form eines Heiligenscheins: Mit diesem futuristischen Look machte der Pariser Modeschöpfer Pierre Cardin 1968 Furore. Jetzt zeigt der Kunstpalast in der deutschen Stadt Düsseldorf vom 19. September bis zum 5. Januar 2020 Kreationen des 97 Jahre alten Modeschöpfers.

Pierre Cardin sorgte schon 1968 für Furore. - Foto: APA (dpa)
Pierre Cardin sorgte schon 1968 für Furore. - Foto: APA (dpa)

Die Schau „Pierre Cardin. Fashion Futurist” präsentiert an Puppen mehr als 80 Haute-Couture-Kleider und Accessoires für Frauen und Mode für Männer, meist aus den 1960er und 1970er Jahren. „Die Bandbreite der ausgestellten Kreationen reicht vom jungen, androgynen Look über futuristische Space-Age-Mode bis zur traumverlorenen Eleganz der Abendmode”, erklärte der Kunstpalast. Die roten Overknees aus Lackleder sind auch Jahrzehnte später noch Hingucker.

Der Meister selbst schaut aus Prinzip nach vorne: „Meine liebsten Kleider sind diejenigen, die ich für ein Leben schaffe, das es noch gar nicht gibt”, zitiert ihn das Museum. Der futuristische Zeitgeist in Zeiten der ersten Star-Trek-Folgen in den 1960ern spiegelt sich in seiner Mode, in grellen Farben, auffälligen Schnitten und starken Kontrasten. Seine Begeisterung für Astronauten war so groß, dass Cardin sich 1969 einen Raumanzug anzog und fotografieren ließ.

Die 1960er Jahre waren wichtig. „Er hatte Anteil an der entscheidenden Phase, in der die Mode Pop wurde und als Massenmedium explodierte”, schreibt die Professorin für Designtheorie, Ingeborg Harms, im Katalog. Dann wurde der geschäftstüchtige Modemacher der „König des Brandings”. Er versah Möbel, Autos, Zigaretten, Wecker, Schlüsselanhänger, Socken und vieles mehr mit seinem Namen.

apa/dpa

stol