Mittwoch, 23. August 2017

Ein Jahr nach Erdbeben: 17.000 Kunstwerke geborgen

Ein Jahr nach dem Erdbeben in Mittelitalien sind fast 17.000 Kunstwerke und Gegenstände von kulturhistorischem Wert geborgen worden.

Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien konnten 17.000 Kunstwerke geborgen werden.
Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien konnten 17.000 Kunstwerke geborgen werden.

Helfer sicherten mehr als 950 historische Gebäude und bargen rund 9.700 Bücher und 4.500 Regalmeter Archivalien. Das sagte der Koordinator für Krisenintervention beim italienischen Kulturministerium, Fabio Carapezza Guttuso, am Mittwoch der Agentur Kathpress in Rom.

Guttuso zufolge wird die Restaurierung noch unabsehbare Zeit in Anspruch nehmen. Vorrangige Aufgabe in den Monaten nach der Erdbebenserie in den italienischen Regionen Latium, Umbrien, Marken und Abruzzen vom 24. August 2016 an sei es gewesen, die geborgenen Stücke vor dem weiteren Verfall zu bewahren und sicher zu lagern.

Gegenstände teils von unersetzlichem Wert

Empfindliche Archivalien wie Taufregister aus Kirchen seien von unersetzlichem Wert. Bei der Restaurierung historischer Bauten spiele auch die Erdbebensicherheit eine Rolle. In konkreten Fällen werde man beispielsweise zu schwere Dachaufbauten durch leichtere Holzkonstruktionen ersetzen.

Bisher wurden für die Sicherung und Wiederherstellung von 180 Kirchen im Erdbebengebiet 43 Millionen Euro aufgewandt. 170 Millionen wurden vor kurzem vom zuständigen Sonderkommissariat für den Wiederaufbau weiterer 100 historischer Gebäude bereitgestellt.

apa

stol