In der Arbeit „fermo“ werden „Schleudern“ - technische Eisenklammern, die durch Spannkraft Häuserwänden Stabilität verleihen - an der Außenwand der Meraner ES contemporary art gallery angebracht und verlaufen durch die Galerieräume.Gamper greift dabei das Klammern und Festhalten an alten Traditionen auf. Nicht speziell die Tradition, sondern das Gefühl des Festhaltens, des nicht Loslassen Könnens interessiert dabei die Künstlerin.Durch rudimentär-minimale Eingriffe möchte Sie auf subtile Weise die Komplexität eines gegebenen Raums aufdecken und in den Fokus rücken. Maria Gamper geht dabei unmittelbar auf den jeweiligen Raum und die dort vorgefundenen Bedingungen ein.Es geht Ihr dezidiert nicht darum, ein dominantes Kunstobjekt in den Raum zu implantieren und diesen somit auf eine Sockelfunktion zu reduzieren. Vielmehr soll sich die Arbeit harmonisch in die Umgebung einfügen, durch größte Einfachheit Wirkung entfalten und zu einem integrativen Bestandteil der Umgebung werden. In Gampers Arbeiten steht die Nähe und Distanz, die die Menschen zu ihren Räumen einnehmen, im Mittelpunk. Dabei untersucht sie stets auch die Frage, wie und wo sie sich selbst im Raum verortet. In dieser Hinsicht enthalten ihre Arbeiten auch eine nostalgische oder romantische Komponente, schwingt in ihnen immer die Suche nach der verlorenen Zeit, den Geschichten der Vergangenheit, einer Verbindung zwischen Hier und Anderswo mit. Maria Gamper selbst befinde sich auf der Suche nach klaren Linien und Formen, die den Raumcharakter eines Orts bestimmen, dessen Dichte und Atmosphäre unterstreichen und die Funktionalität von Räumen hinterfragen. Sie ist auf der Suche nach kollektiv erlebbaren Räumen, die ihre Geschichten erzählen.AusstellungMaria Gamper präsentiert ihre Werke vom 24. Mai (Vernissage um 20 Uhr) bis zum 16. Juni in der ES contemporary art gallery in Meran.