In diesem Rahmen unterhalten sich Hannes Egger und Arnold Dall’O über seine jüngsten Werke. Der Abend ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit der Schau wenige Tage vor deren Beendigung.Die von Valerio Dehò kuratierte Ausstellung „Still.life“ zeigt die jüngsten Arbeiten des in Meran lebenden Künstlers. Im gleichnamigen Werkzyklus macht sich der Künstler Gedanken über den Tod, die Zeitverzögerung, das Stillleben als Kunstgattung. Aus dem Internet hat er Bilder von unbekannten Toten heruntergeladen und diese in einem zeitaufwendigen malerischen Verfahren in Porträtbilder übertragen.Als Kontrast dazu sind auch Werke ausgestellt, in denen Dall’O eine neobarocke Ästhetik erzeugt: Rahmen, Hirschgeweihe, Blumen usw., über und über bedeckt und verziert mit Hunderten kleiner vergoldeter und versilberter Plastiksoldaten. Nicht nur Ironie und Kriegsspiel bilden den Tenor dieser Arbeiten, sondern auch das Spiel mit der Illusion skulpturaler Werke, die aus der Ferne wie großartige Goldschmiedearbeiten anmuten und erst aus der Nähe preisgeben, woraus sie eigentlich gemacht sind.Die Ausstellung ist noch bis zum 1. April bei Kunst Meran zu sehen.Der KünstlerArnold Mario Dall’O, Jahrgang 1960, studierte an der Accademia di Belle Arti in Venedig bei Emilio Vedova. Von 1988 bis 2001 war er Dozent für Kommunikationsdesign an der Akademie Bozen.Die Schau Cindy ShermanZusätzlich zur Schau von Arnold Mario Dall’O ist die Ausstellung „Cindy Sherman. That’s me – That’s not me. Frühe Werke 1975-1977“ aus der Sammlung Verbund zu sehen.In den Jahren 1975-1977 erhebt Sherman erstmals das Spiel der Verwandlung zu ihrem künstlerischen Konzept und schafft zahlreiche bis heute unbekannte Fotografien, die auffallend viele Elemente des Theaters und des Films in sich vereinen.Termin: Finissage und Künstlergespräch zur Ausstellung „Still.life“ von Arnold Mario Dall’O bei Kunst Meran am Donnerstag, 21. März um 20 Uhr.stol