Montag, 04. Juli 2016

Floating Piers: Mehr als 1,2 Million Besucher gehen übers Wasser

Auf den schwimmenden Stegen des bulgarischen Künstlers Christo sind Schätzungen zufolge mehr als 1,2 Million Menschen über das Wasser des italienischen Iseo-Sees gegangen. Die Kunstinstallation mit dem Titel „Floating Piers“ hat am Sonntag nach gut zwei Wochen geschlossen.

Die Organisatoren hatten mit weitaus weniger Besuchern gerechnet.
Die Organisatoren hatten mit weitaus weniger Besuchern gerechnet. - Foto: © APA/AFP

Die Organisatoren hatten zunächst nur mit 500 000 Besuchern gerechnet, wie der „Corriere della Sera“ berichtete.
Die Installation besteht aus einer schwimmenden, drei Kilometer langen und 16 Meter breiten, gelb-orangen Struktur, die die Inseln Monte Isola und San Paolo in dem See östlich von Mailand mit dem Ufer verbindet. Besucher sollten „sich so fühlen, als ob sie auf dem Wasser gehen - oder vielleicht über einen Walrücken“, sagte Christo auf der Webseite des Projekts. Die Stege bestehen aus 100 000 Quadratmetern „schimmernden gelben Stoffes, der von einem modularen, schwimmenden Docksystem aus 220 000 Polyäthylenwürfeln hoher Dichte getragen wird“, erklärte der Künstler.

Hoher Besucheransturm

Am Samstag, an dem die Besucherzeiten wegen schlechten Wetters auf 12 bis 18.30 Uhr verkürzt waren, kamen noch 80 000 Menschen, um sich das Kunstwerk anzusehen. Am Freitag zuvor hatten sich 110 000 Besucher aufs Wasser gewagt. „Wir sind weiterhin über die Rekordbesucherzahlen erstaunt, die herkommen, um die Floating Piers zu erleben. Jeden Tag kommen mehr und mehr Menschen“, hatte der technische Leiter des Projekts, Wladimir Jawaschew, vor dem letzten Ausstellungswochenende gesagt.

Die Floating Piers sind das erste Großprojekt von Christo seit dem Tod seiner Frau Jeanne-Claude vor sieben Jahren. Die beiden wurden in Deutschland vor allem mit ihrer Verhüllung des Reichstages 1995 bekannt. Wenn die schwimmenden Stege abgebaut sind, sollen die Plastikwürfel recycelt werden.

dpa/stol

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