Donnerstag, 18. März 2021

„FRAME TO FRAME“: Digitale Woche im Zeichen des Experimentalfilms

Die Antonio Dalle Nogare Stiftung präsentiert vom 19. bis 26. März die Newsletter-Reihe FRAME TO FRAME, eine digitale Themenwoche im Zeichen des Experimentalfilms, inspiriert von der aktuellen Einzelausstellung „Time Out“ des amerikanischen Animationspioniers und Künstlers Robert Breer, die seit September 2020 in den Räumen der Stiftung in Bozen zu sehen ist.

Die Themenwoch FRAME TO FRAME steht im Zeichen des Experimentalfilms.
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Die Themenwoch FRAME TO FRAME steht im Zeichen des Experimentalfilms. - Foto: © (1) film frames 1977, REcreation by Robert Breer gb agency Paris
FRAME TO FRAME, die digitale Themenwoche im Zeichen des Experimentalfilms, findet in Zusammenarbeit mit Trento Film Festival, Vienna Shorts, In Between Art Film, International Film Festival Innsbruck IFFI, Lago Film Fest, Diametrale, Schermo dell’arte und Sixpackfilm statt.

Eine Woche lang wird die Antonio Dalle Nogare Stiftung täglich einen Newsletter versenden, dessen Inhalt jeweils eines der kooperierenden Filmfestivals und Institutionen mitgestalten wird. In jedem Newsletter stellt sich eines der Festivals in Form eines Interviews vor und gibt persönliche Einblicke in die Strömungen des zeitgenössischen Experimentalfilms.

Die Online-Vorlesung

Am 26. März 2021 schließt FRAME TO FRAME die Reihe von Vorstellungen und Vertiefungen mit der Online-Vorlesung von Christoph Huber, Kurator des Filmmuseums in Wien, und Mark Toscano, Filmrestaurator in Los Angeles.

Im Gegensatz zu den inhaltlichen Angeboten der beteiligten Festivals, die sich eher auf zeitgenössische Aspekte konzentrieren, wird der Vortrag die geschichtliche Entwicklung des experimentellen Kinos erörtern. Christoph Huber und Mark Toscano nehmen die Gäste mit auf eine virtuelle Entdeckungsreise zu den Ursprüngen des Experimentalfilms.


Die Protagonisten der Online-Vorlesung

Christoph Huber ist Kurator in der Programmabteilung des Österreichischen Filmmuseums in Wien und hat dort mehrere große Retrospektiven mitkonzipiert. Er studierte Physik an der Technischen Universität Wien und war von 1999 bis 2014 Filmkritiker und Kulturredakteur bei der Zeitung „Die Presse“.

Huber ist Europakorrespondent des kanadischen Magazins „Cinema Scope“ und schreibt außerdem für etliche internationale Print- und Online-Magazine.

Mark Toscano ist Filmemacher, Kurator und Filmkonservator und lebt in Los Angeles. Seit 2003 arbeitet er am Academy Film Archive, wo er sich um die Kuratierung, Konservierung und Erhaltung von Künstler*innenfilmen kümmert. Toscano arbeitet mit den Sammlungen von über 100 Filmemacher*innen und hat Programme an zahlreichen Orten kuratiert und präsentiert, darunter MoMA, Arsenal, Eye Filmmuseum, Tate Modern sowie Festivals in Rotterdam, London, Oberhausen, Zagreb, Bangalore und anderswo.

Toscano ist Programmgestalter beim Los Angeles Filmforum und hat an verschiedenen Universitäten Vorlesungen zum Thema Experimentalfilm und Archivierung gehalten, sowie am CalArts die Geschichte der experimentellen Animation unterrichtet.


Die einzelnen Festivals im Überblick


Trento Film Festival: Seit 1952 zeigt das internationale Festival spannende Filme zum Thema Berg und befasst sich außerdem mit Umwelt- und Kulturfragen.

Vienna Shorts: Das internationale Kurzfilmfestival in Wien zeigt jährlich 300 Filme aus aller Welt – im Kino, im Museum, im digitalen und virtuellen Raum.

In Between Art Film Foundation: Die Stiftung mit Sitz in Rom fördert den Austausch zwischen den verschiedenen künstlerischen Sprachen der heutigen Zeit und das Wissen um die neuen Grenzgebiete zwischen Video, Kino und Performance.

International Film Festival Innsbruck IFFI: Das hybride Filmfestival befasst sich mit Filmen aus Regionen und zu Themen, die in internationalen Kinonetzwerken unterrepräsentiert sind.

Lago Film Fest: Der Schwerpunkt des internationalen Festivals in Revine al Lago liegt auf Kurzfilmen, Dokumentarfilmen und Drehbüchern, untermalt von Vorträgen, Videos, Workshops, künstlerischen Darbietungen und Live-Musik.

Diametrale: Das Innsbrucker Filmfestival für Experimentelles und Komisches belebt neben surrealen Bildwelten und komisch absurden Geschichten auch die Tradition der Spätvorstellungen mithilfe von B-Movies, Undergroundfilmen, Exploitation-, Trash-, Genre-Kino.

Schermo dell’arte: Das internationale Festival in Florenz widmet sich der Erforschung, Analyse und Förderung der komplexen Beziehungen zwischen zeitgenössischer Kunst und Kino durch Filme, Videos, Installationen, Residenzen für internationale Künstler*innen und die Produktion sowie dem Vertrieb von Künstler*innenfilmen.

Sixpackfilm: Die Non-Profit-Organisation konzentriert sich um die Herstellung von Öffentlichkeit für das österreichische künstlerische Film- und Videoschaffen im In- und Ausland. Das Verleihprogramm des Vereins zählt über 1.900 Titel, unter anderem auch historische Klassiker der österreichischen Avantgarde.


Die Ausstellung


Time Out von Robert Breer zeichnet die rund 60 Jahre seines künstlerischen Schaffens nach und versammelt erstmals in einer italienischen Einzelausstellung eine große Auswahl von Gemälden, Experimentalfilmen und Skulpturen, die der Künstler von den frühen 1950er Jahren bis zu seinem Todesjahr 2011 geschaffen hat. Kuratiert wird die Ausstellung von Vincenzo de Bellis und Micola Brambilla.



Robert Breer, 1926, Detroit/Michigan/USA bis 2011, Tucson/Arizona/USA, zählt als Pionier der Animationstechniken zu den Begründern der amerikanischen Avantgarde. Er gilt heute als einer der innovativsten Autoren des Experimentalfilms.

Die Anmeldung zur Newsletter-Reihe erfolgt über die Website der Stiftung.
Der Link zur Online-Vorlesung wird vor der Veranstaltung auf der Website der Antonio Dalle Nogare Stiftung mitgeteilt.

Die Ausstellung Time Out von Robert Breer ist bis 5. Juni 2021 in der Antonio Dalle Nogare Stiftung zu sehen. Unter diesem Link kann der virtuelle Rundgang durch die Ausstellung gemacht werden.

stol

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