Mili Schmalzl gehörte zu den wenigen Frauen, die es in der zeitgenössischen Südtiroler Kunstszene zu beachtlichen Leistungen brachte. 1912 in St. Ulrich in Gröden geboren, trat sie als Sechzehnjährige bei dem Maler und Vergolder Christian Delago in Lehre. Nach Feierabend besuchte sie Abendkurse an der Kunstschule ihres Heimatortes. Von 1941-43 studierte Mili Schmalzl an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart: „Im Herbst 1943 klaupte ich bei der Ernte in Andrian, wegen Bombardierungen in Deutschland konnte ich dann nicht mehr zurück nach Stuttgart, und so begann 1943 meine Lehrtätigkeit an der Kunstlehranstalt von St. Ulrich…“ Diese setzte sie bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 1976 fort: „Meine künstlerischen Anregungen bekam ich in der Schule selbst, wo ich mit den Schülern viel experimentierte und diese Versuche zuerst zu Hause ausprobieren musste. Es ging mir dabei um das Experimentieren des Machbaren; den Schülern sollte bewusst werden, dass jedes Kunstwerk aus dem Spannungsgefüge und dem Ordnungsgefüge besteht.“In den 50er und 60er Jahren war Mili Schmalzl bestrebt, das lokale Kunsthandwerk künstlerisch zu beeinflussen und zu erneuern; es entstehen Batikarbeiten, Wandbehänge, Collagen. Sie beteiligte sich an zahlreichen Messen und erhielt mehrere Auszeichnungen.Ab den 70er Jahren widmete sie sich wieder vermehrt der Malerei: Landschaftsmalerei, Stillleben und Aktzeichnungen sind in dieser Zeit vorherrschend.Zur AusstellungDie Ausstellung zeigt eine abwechslungsreiche Auswahl an Zeichnungen, Collagen und Bildern, die aus den frühen Jahren bis in die späten 80er Jahre stammen. Ein beachtlicher Teil der ausgestellten Arbeiten wird in dieser Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.Zu sehen sind die Werke von Mili Schmalzl vom 11. Februar bis zum 11. März im Stadtmuseum Bruneck (Eröffnung: 10. Februar um 19 Uhr).