Donnerstag, 16. März 2017

In Kairo entdeckte Pharaonenstatur doch nicht Ramses II.

Inschriften deuteten nach einer ersten Untersuchung darauf hin, dass die Statue vielmehr auf Pharao Psammetich I. zurückgehe, hat der ägyptische Altertumsminister Chaled al-Enani am Donnerstagabend in Kairob erklärt. Das meldete die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram.

Ein deutsch-ägyptisches Archäologenteam hatte vor einer Woche die Entdeckung der acht Meter großen Statue im Stadtteil Al-Matarija im Osten Kairos bekanntgegeben.
Ein deutsch-ägyptisches Archäologenteam hatte vor einer Woche die Entdeckung der acht Meter großen Statue im Stadtteil Al-Matarija im Osten Kairos bekanntgegeben. - Foto: © APA/AFP

Ein deutsch-ägyptisches Archäologenteam hatte vor einer Woche die Entdeckung der acht Meter großen Statue im Stadtteil Al-Matarija im Osten Kairos bekanntgegeben.

Der Koloss lag – in mehrere Teile zerbrochen – in einer Schlammgrube. Ägyptische Fachleute waren zunächst davon ausgegangen, dass es sich um Ramses II. handelt. Am Fundort befand sich früher die antike Stadt Heliopolis. Dort wurden bereits Überreste eines Tempels vom Ramses II. gefunden.

Allerdings hatte schon der deutsche Ägyptologe Jan Assmann Zweifel angemeldet. Ramses II. wurde auch „der Große“ genannt. Der für seine Kriegszüge und Bautätigkeit bekannte Pharao herrschte ab 1279 v. Chr. für 66 Jahre über Ägypten. Psammetich I., Begründer der 26. Dynastie, regierte hingegen im 7. Jahrhundert v. Chr. für mehr als 50 Jahre.

dpa

stol