Ihr Vater hat ihr dazu geraten, „keinen normelen Beruf“ einzugehen, Leonardo da Vinci würde sie gerne eine Zeit lang bei der Arbeit zuschauen und für die Künstlerin ist Schönheit ein relativer Begriff, auch das nicht Schöne kann schön sein. <BR /><?O_Fett><?_O_Fett><b><BR /><BR />Können Sie sich an Ihr erstes Werk erinnern, das Sie erschaffen haben?</b><BR />Julia Bornefeld: Mit 12 Jahren habe ich mit meinen Freunden eine Woche lang einen riesigen Findling umgraben und dann den Stein mit einem Feuerring umlegt. Es war wohl meine erste Feuerinstallation.<BR /><BR /><BR /><b>Welches Werk/Mensch hat Sie bewogen, diesen Weg einzuschlagen?</b><BR />Bornefeld: Die Entscheidung, diesen Weg zu gehen, ist in meinem 13. Lebensjahr aus mir heraus entstanden. Mein Vater hat mich mit 16 Jahren mit Kunststudenten der Kunstakademie in Kiel zusammengebracht und mir geraten, keinen „normalen Beruf“ nachzugehen. <BR /><BR /><BR /><b>Gibt es ein Ereignis, das Ihr Weltbild total verändert hat?</b><BR />Bornefeld: Mein persönliches Weltbild wurde auch durch die Geburt meiner zwei Kinder und durch den Tod meiner Mutter verändert. Ansonsten hat die Digitalisierung sehr viel verändert an der heutigen Lebensführung. <BR /><BR /><BR /><b>Mehr denn je hat sich in dieser Zeit gezeigt, dass die Gesellschaft Kultur braucht weil...</b><BR />Bornefeld: In der Ausnahmesituation des letzten Jahres waren Film, Literatur und Musik und Beiträge über Kunst lebensnotwendig. Ich habe im letzten Jahr sehr viele gute Filme und Dokumentation angeschaut. <BR /><BR /><BR /><b>Wer ist für Sie der bedeutendste Künstler der Geschichte?</b><BR />Bornefeld: In jeder Epoche gibt es sehr wegweisende Künstler und Künstlerinnen, Leonardo da Vinci z.B. war ein herausragendes Multitalent, er war seiner Zeit voraus. <BR /><BR /><BR /><b>Welche Frage würden Sie ihm gerne stellen?</b><BR />Bornefeld: Keine konkrete Frage, sondern ich würde ihm für einige Zeit gerne bei der Arbeit zuschauen, mich interessiert sein Antrieb, seine Vision. <BR /><BR /><BR /><b>Was bedeutet für Sie Schönheit?</b><BR />Bornefeld: Schönheit ist ein relativer Begriff, auch das nicht Schöne kann schön sein. Wie es die Kunstgeschichte zeigt, wird „Schönheit“ beständig neu definiert.<BR /><BR /><BR /><b>Der französische Poet Théophile Gautier prägte den Begriff „L’art pour l’art“ (Kunst der Kunst willen) und machte so 1835 erstmals die Kunst selbst zum Thema. Einen Luxus, den man sich heute noch leisten kann?</b><BR />Bornefeld: Die Beschäftigung mit Kunst ist und war nie Luxus. Kunst, das künstlerische Arbeiten sind zumeist existenziell.<BR /><BR /><BR /><b>Und was würden Sie gerne einmal einem Kunstkritiker sagen?</b><BR />Bornefeld: Eher würde ich einen Kunstkritiker fragen, wohin sich die Kunst bis zum Ende des 21. Jahrhundert bewegen wird. <BR /><BR /><BR /><b>Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?</b><BR />Bornefeld: Ich möchte meine Arbeit im Bereich Lichtinstallation erweitern und der Farbe mehr Raum in meinem Werk geben. <BR /><BR /><BR /><b>Harmonie bedeutet für mich...</b><BR />Bornefeld:...im inneren Lot mit mir zu sein. <BR /><BR /><BR /><b>Mein Ort der Harmonie ist...</b><BR />Bornefeld: ...das Meer. <BR /><BR /><BR /><b>Die „Whos“ der Künstlerin…</b><BR /><BR /><BR /><b>Name:</b> Julia Bornefeld <BR /><b>Beruf:</b> bildende Künstlerin <BR /><b>Alter:</b> 57<BR /><b>Geburtsort:</b> Kiel <BR /><BR /><BR /><b>Wo Sie schon überall gelebt haben:</b> Kiel, Berlin, Venedig, Istrien, Bruneck <BR /><BR /><BR /><b>Wo Sie jetzt leben:</b> Bruneck, Berlin <BR /><BR /><BR /><b>Wie war Ihr Werdegang zum Künstler:</b> Ich habe von 1984 - 89 an der Fachhochschule für Gestaltung in Kiel, an der Akademie der bildenden Künste in Venedig und an der Akademija Likovna Umjetnost in Ljubljana Kunst studiert. Seit dem Studienende arbeite ich als freischaffende bildende Künstlerin.<BR /><BR /><BR /><b>Was haben Sie studiert:</b> Grafik und Malerei<BR /><BR /><BR /><b>Wo haben Sie schon überall ausgestellt:</b><BR />Auswahl:<BR />•</TD><TD>Stadtgalerie Kiel, Kiel, 1992<BR />•</TD><TD>Sculpture, Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbuck, 2005<BR />•</TD><TD>Icona 2006 Art Verona, Antonella Cattani conteporary art, Verona, 2006<BR />•</TD><TD>Haut-nah, Kunstraum Kreuzlingen, Kreuzlingen, 2006<BR />•</TD><TD>New Entries, Museion Bozen, 2009<BR />•</TD><TD>Marcegaglia 50th Steellife, Triennale Mailand, 2009<BR />•</TD><TD>Narrative, RLB, Kunstbrücke Innsbruck, 2009<BR />•</TD><TD>La collezione Museion, Museion, Bozen, 2011<BR />•</TD><TD>Galerie Wolfrum, Wien, 2014<BR />•</TD><TD>Vanity and High Fidelity Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck, 2011<BR />https://www.juliabornefeld.com/cv/<BR /><BR /><BR /><BR />